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	<title>Hundeerziehung Archive - Hundeschule Wickis starke Pfotenteams</title>
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	<description>Hundeschule Engen, Hundetraining Engen, Hundeschule Konstanz, Hundeschule Singen, Hundeschule Schaffhausen, Hundeschule Radolfzell, Hundecoaching, Trainieren statt Dominieren, Gewaltfreies Hundetraining, Positives Hundetraining</description>
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		<title>Der Superrückruf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 11:50:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Superrückruf beim Hund – Warum klassische Konditionierung der Schlüssel zum Erfolg ist Ein zuverlässiger Rückruf kann Leben retten. Ob Wildsichtung, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/der-superrueckruf/">Der Superrückruf</a> erschien zuerst auf <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de">Hundeschule Wickis starke Pfotenteams</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Superrückruf beim Hund – Warum klassische Konditionierung der Schlüssel zum Erfolg ist</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-3072 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-1024x683.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-768x512.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-1536x1024.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein zuverlässiger Rückruf kann Leben retten. Ob Wildsichtung, Straßenverkehr oder eine unerwartete Gefahr: Wenn dein Hund sofort zu dir zurückkommt, gewinnt ihr beide Sicherheit und Freiheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hundehalter trainieren den Rückruf jedoch ausschließlich über Wiederholungen und Belohnungen. Das ist wichtig, greift aber oft zu kurz. Ein wirklich zuverlässiger Superrückruf basiert auf einem psychologischen Lernprinzip, das jeder Hund beherrscht: der klassischen Konditionierung.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist ein Superrückruf?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Superrückruf ist ein besonderes Rückrufsignal, das ausschließlich für Notfallsituationen oder außergewöhnlich schwierige Ablenkungen verwendet wird. Im Gegensatz zum alltäglichen Rückruf (&#8222;Komm&#8220;, &#8222;Hier&#8220; oder einem Pfiff) soll der Superrückruf beim Hund eine besonders starke emotionale Reaktion auslösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel ist nicht, dass der Hund überlegt, ob sich das Zurückkommen lohnt. Das Ziel ist, dass das Signal selbst bereits Freude und Erwartung auslöst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Klassische Konditionierung – Lernen über Gefühle</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Physiologe Iwan Pawlow entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass ein ursprünglich bedeutungsloser Reiz mit einer starken Emotion verknüpft werden kann. Das bekannteste Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Futter löst Speichelfluss aus.</li>



<li>Eine Glocke löst zunächst keine Reaktion aus.</li>



<li>Wird die Glocke immer wieder unmittelbar vor dem Futter präsentiert, entsteht eine Verknüpfung.</li>



<li>Nach einiger Zeit genügt bereits die Glocke, um die Erwartung auf das Futter auszulösen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Genau dieses Prinzip nutzen wir beim Superrückruf.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Warum klassische Konditionierung so wirkungsvoll ist</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="705" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-1024x705.jpeg" alt="" class="wp-image-3073 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-1024x705.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-300x207.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-768x529.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-1536x1058.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-2048x1411.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Viele Trainingssignale werden operant trainiert. Das bedeutet: Der Hund führt ein Verhalten aus und erhält anschließend eine Belohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Superrückruf möchten wir jedoch mehr erreichen. Wir möchten, dass das Rückrufsignal selbst zu einem positiven emotionalen Auslöser wird. Hört der Hund das Signal, soll sein Gehirn sofort denken:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Jetzt passiert etwas Großartiges!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese emotionale Erwartung entsteht durch klassische Konditionierung.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Der Aufbau eines Superrückrufs</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Ein einzigartiges Signal wählen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nutze ein Signal, das im Alltag niemals vorkommt. Geeignet sind beispielsweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine Hundepfeife,</li>



<li>ein bestimmtes Wort,</li>



<li>ein Doppelpfiff, Pfiff Pfiff Pfiff Pfiff</li>



<li>ein dauerhaft gegebenes Wort: Jajajaja, hopphopphopphopp, gogogogogo</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Signal sollte ausschließlich für den Superrückruf verwendet werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Signal kündigt immer etwas Fantastisches an</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt beginnt die klassische Konditionierung. Du gibst das Signal. Unmittelbar danach erhält dein Hund seine absolute Lieblingsbelohnung. Zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>frisches Fleisch,</li>



<li>Käse,</li>



<li>Leberwurst,</li>



<li>ein besonderes Spielzeug,</li>



<li>ein kurzes Zerrspiel.</li>



<li>ein Katzenschlecki oder Katzenfutter</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Der Hund muss zunächst gar nichts tun. Er muss nicht sitzen. Nicht kommen. Nicht warten. Er hört lediglich das Signal und unmittelbar danach folgt die Belohnung. Genau dadurch entsteht die emotionale Verknüpfung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Viele Wiederholungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wiederhole diese Übung über mehrere Tage hinweg. Idealerweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>min. einmal am Tag</li>



<li>in ruhiger Umgebung</li>



<li>ohne Ablenkung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel lautet: Signal → Freude. Deswegen Wichtig: du übst noch immer nicht das Kommen deines Hundes. Du übst ausschließlich die Verknüpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht: Signal → Verhalten. Das Verhalten &#8222;Kommen&#8220; kommt erst dann hinzu, wenn mit dem Signal eine freudige Erwartung verknüpft ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erst danach kommt das Verhalten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn das Signal eine starke positive Bedeutung erhalten hat, wird der Hund lernen, nach dem Signal aktiv zu dir zu laufen. Jetzt wird aus der klassischen Konditionierung eine Kombination mit operanter Konditionierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ablauf lautet dann: Signal → Hund kommt → Jackpot-Belohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die klassische Konditionierung sorgt für die Emotion. Die operante Konditionierung stabilisiert das Verhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Dieser Schritt wird nur noch alle paar Wochen geübt, nicht ständig. Denn wir wollen nicht, dass die freudige Erwartung zu normal wird. Wir möchten, dass die freudige Erwartung auf das Besondere genauso stark erhalten bleibt, wie zu Beginn des Trainings. Wenn wir jeden Tag Torte bekommen, ist die Torte zwar nach wie vor lecker, sie verliert jedoch an Besonderheit. Die Vorfreude wird kleiner und der Genuss nimmt ab. Der Superrückruf soll besonders bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Typische Fehler beim Superrückruf</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Das Signal zu häufig verwenden</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Superrückruf ist kein Alltagssignal. Je seltener er eingesetzt wird, desto stärker bleibt seine Bedeutung erhalten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schlechte Belohnungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein trockenes Leckerli reicht nicht. Der Superrückruf lebt von einer außergewöhnlichen Belohnung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Signal ankündigen und nicht belohnen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Signal muss sich lohnen. Auch wenn dein Hund direkt neben dir steht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Den Hund anschließend anleinen und den Spaziergang beenden</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hunde lernen: &#8222;Wenn ich komme, ist der Spaß vorbei.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besser: Nach dem Rückruf darf dein Hund häufig wieder weiterlaufen. So bleibt das Signal positiv besetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-3074 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-1024x683.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-768x512.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-1536x1024.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Emotionen entstehen schneller als bewusste Entscheidungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb reagieren Hunde auf einen klassisch konditionierten Superrückruf oft deutlich schneller als auf ein gewöhnliches Rückrufsignal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Signal löst nicht nur ein Verhalten aus. Es löst Vorfreude aus. Und genau diese Vorfreude macht den Unterschied. Ein zuverlässiger Superrückruf entsteht nicht durch häufiges Rufen oder lauteres Sprechen. Er entsteht durch eine starke emotionale Verknüpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die klassische Konditionierung macht aus einem neutralen Signal einen Auslöser für Freude und Erwartung. Erst anschließend wird das eigentliche Rückrufverhalten trainiert und durch Belohnungen gefestigt. Wer beide Lernformen, klassische und operante Konditionierung, geschickt kombiniert, schafft die besten Voraussetzungen für einen Rückruf, auf den man sich auch in schwierigen Situationen verlassen kann.</p>
</div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Hund bellt am Gartenzaun</title>
		<link>https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/hund-bellt-am-gartenzaun/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 18:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hund bellt am Gartenzaun jeden Spaziergänger an, rast bellend am Zaun entlang und lässt sich kaum beruhigen? Mit diesem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="648" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-1024x648.jpg" alt="" class="wp-image-3058 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-1024x648.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-300x190.jpg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-768x486.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-1536x972.jpg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-2048x1297.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="isSelectedEnd wp-block-paragraph"><strong><span>Der Hund bellt am Gartenzaun jeden Spaziergänger an, rast bellend am Zaun entlang und lässt sich kaum beruhigen?</span></strong><span> Mit diesem Problem sind viele Hundehalter konfrontiert. Was zunächst harmlos wirkt, kann schnell zu Konflikten mit Nachbarn führen und bedeutet für den Hund oft erheblichen Stress.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span>Die gute Nachricht: Zaunaggression ist kein Zeichen von Dominanz oder Ungehorsam. In den meisten Fällen handelt es sich um ein erlerntes Verhalten, das sich mit dem richtigen Training und einem guten Management nachhaltig verändern lässt.</span></p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Warum bellt mein Hund am Gartenzaun?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hunde kommunizieren über Körpersprache und Lautäußerungen – Bellen gehört ganz selbstverständlich dazu. Befindet sich ein Hund auf seinem Grundstück, übernimmt er häufig die Aufgabe, dieses zu bewachen. Sobald sich Menschen, Hunde oder Fahrräder dem Garten nähern, schlägt er Alarm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem: Die vorbeigehenden Personen verschwinden nach kurzer Zeit wieder. Aus Sicht des Hundes war sein Verhalten erfolgreich:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Ich habe gebellt – und der Eindringling ist weggegangen.“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch wird das Verhalten verstärkt und mit jeder erfolgreichen Wiederholung gefestigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ursachen für Zaunaggression beim Hund</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder Hund bellt aus demselben Grund. Oft spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Typische Ursachen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Territorialverhalten</li>



<li>Unsicherheit oder Angst</li>



<li>Frustration durch die Begrenzung des Grundstücks</li>



<li>Hohe Erregungslage</li>



<li>Langeweile oder Unterforderung</li>



<li>Fehlende Anleitung durch den Menschen</li>



<li>Wiederholt erfolgreiches Vertreiben von Passanten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Je häufiger ein Hund unbeaufsichtigt am Gartenzaun bellen kann, desto stärker wird dieses Verhalten zur Gewohnheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Strafen das Problem oft verschlimmern</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hundehalter reagieren mit Schimpfen, Wasserspritzen oder anderen Strafmaßnahmen. Diese können das Bellen zwar kurzfristig unterbrechen, lösen jedoch selten die eigentliche Ursache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im schlimmsten Fall verbindet der Hund vorbeilaufende Menschen oder andere Hunde mit einer unangenehmen Erfahrung. Dadurch steigt seine Anspannung – und die nächste Begegnung löst noch heftigeres Bellen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachhaltiges Training beginnt deshalb nicht beim Unterdrücken des Bellens, sondern beim Verändern der Emotionen und des erlernten Verhaltens.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hund bellt am Gartenzaun – Was hilft wirklich?</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Management: Erfolg verhindern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes erfolgreiche Verbellen festigt das Verhalten. Deshalb ist Management ein wichtiger Bestandteil des Trainings.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich sind beispielsweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sichtschutz am Zaun</li>



<li>Hund nicht unbeaufsichtigt im Garten lassen</li>



<li>Aufenthaltszeiten im Garten steuern</li>



<li>Reizintensive Tageszeiten meiden</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Management ist kein Scheitern des Trainings – es verhindert, dass der Hund sein unerwünschtes Verhalten immer wieder üben kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ruhiges Verhalten belohnen</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-1024x683.jpg" alt="Ruhiges Verhalten lohnt sich" class="wp-image-3059 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-1024x683.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-300x200.jpg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-768x512.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-1536x1024.jpg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sieht dein Hund einen Auslöser und bleibt ruhig, solltest du genau diesen Moment belohnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch lernt er:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ruhe lohnt sich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine hochwertige Futterbelohnung oder eine andere für den Hund attraktive Belohnung kann helfen, dieses Verhalten zuverlässig aufzubauen.</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Alternativverhalten trainieren</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-1024x768.jpg" alt="Alternativverhalten" class="wp-image-1546 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-1024x768.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-300x225.jpg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-768x576.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-1536x1152.jpg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Anstatt zum Zaun zu sprinten, kann dein Hund lernen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>dich anzuschauen,</li>



<li>auf seine Decke zu gehen,</li>



<li>neben dir stehen zu bleiben,</li>



<li>auf ein Rückrufsignal zu reagieren,</li>



<li>oder sich aktiv an dir zu orientieren.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Je häufiger diese Verhaltensweisen geübt werden, desto eher zeigt dein Hund sie auch im Alltag.</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Die Emotion hinter dem Bellen verändern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hunde bellen nicht, weil sie „dominant“ sind, sondern weil sie sich aufregen, unsicher fühlen oder frustriert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch gezielte Gegenkonditionierung und Desensibilisierung lernen sie Schritt für Schritt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Menschen oder Hunde am Zaun kündigen etwas Positives an – nicht eine Bedrohung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">So verändert sich langfristig die emotionale Reaktion auf die Auslöser.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Häufige Fehler beim Training</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vermeide diese typischen Stolperfallen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Den Hund unbeaufsichtigt im Garten lassen.</li>



<li>Erst reagieren, wenn das Bellen bereits begonnen hat.</li>



<li>Mit Strafen oder Anschreien arbeiten.</li>



<li>Zu hohe Trainingsanforderungen stellen.</li>



<li>Inkonsequent sein.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Wie lange dauert das Training?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine pauschale Antwort gibt es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hat dein Hund das Verhalten über Monate oder Jahre gezeigt, braucht auch die Veränderung Zeit. Mit konsequentem Training und gutem Management zeigen viele Hunde jedoch bereits nach wenigen Wochen erste Fortschritte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern viele kleine erfolgreiche Wiederholungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dein Hund am Gartenzaun bellt, steckt dahinter meist kein Trotz oder Dominanzverhalten. Häufig handelt es sich um ein erlerntes Verhalten, das durch Territorialverhalten, Unsicherheit oder Frustration aufrechterhalten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit konsequentem Management, positiver Verstärkung und einem strukturierten Training kannst du deinem Hund helfen, gelassener auf vorbeigehende Menschen und Hunde zu reagieren. Das verbessert nicht nur den Alltag, sondern reduziert auch den Stress für deinen Hund und sorgt für ein entspannteres Zusammenleben mit deiner Nachbarschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du Hilfe brauchst, vereinbare jetzt ein <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/erstgespraech/">Kennenlerngespräch</a>.</p>
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		<title>Hat mein Hund ADHS?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 12:36:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hundesenior]]></category>
		<category><![CDATA[Junghund]]></category>
		<category><![CDATA[Welpe]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeerziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeschule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema „ADHS beim Hund“ sorgt zunehmend für Aufmerksamkeit und Verunsicherung. In sozialen Medien, Blogs und teilweise auch in Fachartikeln [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Thema „ADHS beim Hund“ sorgt zunehmend für Aufmerksamkeit und Verunsicherung. In sozialen Medien, Blogs und teilweise auch in Fachartikeln wird immer häufiger davon gesprochen, dass Hunde an einer Form von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung leiden könnten. Dabei verschwimmen jedoch oft die Grenzen zwischen wissenschaftlicher Forschung, Interpretation und vorschneller Zuschreibung. Um das Thema sinnvoll einzuordnen, ist ein differenzierter Blick notwendig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fehlende Diagnostik und aktuelle Forschung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst ist wichtig festzuhalten, dass es keine anerkannte Diagnose ADHS beim Hund gibt. Anders als beim Menschen existieren weder verbindliche Diagnosekriterien noch validierte Testverfahren oder medizinische Leitlinien. Die aktuelle Forschung beschäftigt sich lediglich mit ADHS-ähnlichen Verhaltensmustern. In einer neueren Studie wurde dazu ein Fragebogen entwickelt, der Verhaltensweisen wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität und erhöhte Aktivität erfasst [<a href="https://www.nature.com/articles/s41598-025-09988-8">Development of a human analogue ADHD diagnostic system for family dogs</a>]. Ergänzt wurde dieser um einen sogenannten Funktionsteil, der abfragt, ob das Verhalten den Hund tatsächlich in seinem Alltag beeinträchtigt. Das Ergebnis ist jedoch ausdrücklich keine Diagnose, sondern lediglich eine Risikoeinschätzung im Rahmen eines Forschungsansatzes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Normale Entwicklung oder ADHS?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Problem besteht darin, dass viele der abgefragten Verhaltensweisen bei Hunden sehr unspezifisch sind. Unruhe, Impulsivität oder geringe Konzentrationsfähigkeit können zahlreiche Ursachen haben. Besonders bei jungen Hunden gehören diese Merkmale zur normalen Entwicklung. Junghunde sind neurologisch noch nicht ausgereift, reagieren stark auf Reize und verfügen nur über eine begrenzte Impulskontrolle. Wird dieses Verhalten vorschnell pathologisiert, besteht die Gefahr, normales Hundeverhalten als Störung zu interpretieren. In der erwähnten Studie wurden Hunde ab 10 Monaten zugelassen. Also auch Hunde, die gerade erst in ihre Junghundeentwicklung eingetreten sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausschluss von anderen Ursachen für das Verhalten fehlt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass in den bisherigen Studien entscheidende Faktoren kaum berücksichtigt werden. Körperliche Ursachen wie Schmerzen, orthopädische Probleme, Magen-Darm-Erkrankungen oder hormonelle Dysbalancen wurden häufig nicht systematisch ausgeschlossen. Dabei ist bekannt, dass Schmerzen und chronisches Unwohlsein bei Hunden sehr häufig zu Unruhe, Reizbarkeit und verminderter Konzentrationsfähigkeit führen. Auch Trainingsmethoden, Umweltstress, mangelnde Ruhe, Überforderung oder aversive Einwirkungen können Verhaltensweisen erzeugen, die auf den ersten Blick an ADHS erinnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer kritischer Punkt ist die Übertragung menschlicher Diagnosemodelle auf den Hund. ADHS ist eine komplexe neurobiologische Störung mit klar definierten Kriterien im humanmedizinischen Kontext. Diese lassen sich nicht ohne Weiteres auf eine andere Spezies übertragen. Hunde unterscheiden sich nicht nur neurologisch, sondern auch in ihrer Art, Verhalten zu zeigen, Stress zu verarbeiten und mit ihrer Umwelt zu interagieren. Was beim Menschen als Aufmerksamkeitsproblem gilt, kann beim Hund eine völlig andere Bedeutung haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Label und Stigmatisierung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch wird es, wenn der Begriff „ADHS“ zu einem Etikett wird, das Ursachen überdeckt. Statt genau hinzuschauen, besteht die Gefahr, Verhalten vorschnell als neurologisch bedingt zu erklären. Damit geraten wichtige Fragen aus dem Fokus: Ist der Hund gesundheitlich abgeklärt? Ist das Trainingsniveau altersgerecht? Bekommt der Hund ausreichend Ruhe und Sicherheit? Passt die Erwartungshaltung des Menschen zum individuellen Hund? Erst wenn all diese Aspekte sorgfältig geprüft wurden, könnte überhaupt darüber nachgedacht werden, ob eine neurobiologische Besonderheit vorliegt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">ADHS gibt es, wir wissen nur noch zu wenig</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Hunde gleich sind oder dass neurodivergente Ausprägungen ausgeschlossen werden müssen. Es ist durchaus denkbar, dass es Hunde gibt, deren Nervensystem anders arbeitet, die Reize intensiver wahrnehmen oder sich schwerer regulieren können. Die Forschung steht hier allerdings noch ganz am Anfang. Aktuell fehlen valide Instrumente, um solche Unterschiede zuverlässig zu erfassen und von Umwelt- oder Gesundheitsfaktoren abzugrenzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das kannst du tun</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend ist daher eine Verschiebung des Fokus: Weg von der Frage, ob ein Hund „ADHS hat“, hin zur Frage, ob und woran der Hund leidet. Nicht die Diagnose ist relevant, sondern der individuelle Unterstützungsbedarf. Ein Hund, der dauerhaft übererregt ist, Schwierigkeiten mit Impulskontrolle hat oder nicht zur Ruhe findet, braucht in erster Linie eine gründliche medizinische Abklärung, ein angepasstes Trainings- und Alltagsmanagement sowie eine Umgebung, die Sicherheit und Vorhersagbarkeit bietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „ADHS beim Hund“ derzeit kein medizinischer Befund, sondern ein Forschungs- und Diskussionsfeld ist. Die Gefahr besteht weniger darin, dass über Neurodivergenz gesprochen wird, sondern darin, komplexes Verhalten vorschnell zu vereinfachen. Eine verantwortungsvolle Betrachtung erfordert Fachwissen, Differenzierung und die Bereitschaft, Verhalten nicht zu etikettieren, sondern zu verstehen.</p>



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		<title>Hilfe! Mein Hund vertreidigt Ressourcen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 12:21:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
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		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ressourcenverteidigung beim Hund ist ein Verhalten, das viele Hundehalter verunsichert und häufig missverstanden wird. Dabei handelt es sich keineswegs um [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ressourcenverteidigung beim Hund ist ein Verhalten, das viele Hundehalter verunsichert und häufig missverstanden wird. Dabei handelt es sich keineswegs um „Dominanz“ oder Ungehorsam, sondern um ein ganz natürliches, evolutionär verankertes Verhalten. Hunde verteidigen Dinge, die für sie einen hohen Wert haben – dazu zählen Futter, Kauartikel, Spielzeug, Schlafplätze oder auch soziale Ressourcen wie Bezugspersonen. In der Natur sichert die Verteidigung von Ressourcen das Überleben. Problematisch wird sie erst dann, wenn sie im Zusammenleben mit dem Menschen zu Konflikten oder gar zu Gefahrensituationen führt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">So zeigt sich Ressourcenverteidigung</h3>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ressourcenverteidigung kann sich sehr unterschiedlich äußern. Manche Hunde erstarren, wenn man sich ihrem Napf nähert, andere knurren, schnappen oder beißen. Wieder andere zeigen subtile Signale wie Abwenden des Kopfes, Anspannen der Muskulatur oder das Abschirmen des Gegenstands mit dem Körper. Diese frühen Warnzeichen werden häufig übersehen oder ignoriert. Wird der Hund dennoch bedrängt, bleibt ihm aus seiner Sicht oft nur eine Eskalation, um seine Grenze deutlich zu machen. Wichtig ist daher, Ressourcenverteidigung nicht nur am offensichtlichen Knurren oder Beißen festzumachen, sondern auch die leisen Vorstufen ernst zu nehmen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="949" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/12/AdobeStock_78390642-1024x949.jpeg" alt="" class="wp-image-2832" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/12/AdobeStock_78390642-1024x949.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/12/AdobeStock_78390642-300x278.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/12/AdobeStock_78390642-768x712.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/12/AdobeStock_78390642-1536x1423.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/12/AdobeStock_78390642-2048x1898.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Ursachen von Ressourcenverteidigung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ursachen für Ressourcenverteidigung sind vielfältig. Genetische Veranlagung spielt ebenso eine Rolle wie Lernerfahrungen. Hunde, die in ihrer frühen Entwicklung Konkurrenz um Futter oder Aufmerksamkeit erlebt haben, entwickeln häufiger ein ausgeprägtes Verteidigungsverhalten. Auch unbewusste menschliche Fehler tragen dazu bei. Wer seinem Hund regelmäßig Dinge wegnimmt, ihn beim Fressen stört oder Knurren bestraft, verstärkt oft ungewollt die Unsicherheit des Hundes. Der Hund lernt dann nicht, dass der Mensch ungefährlich ist, sondern dass er seine Ressourcen schneller und intensiver verteidigen muss.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Umgang und Prävention</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt im Umgang mit Ressourcenverteidigung ist das Verständnis für die emotionale Lage des Hundes. Hinter dem Verhalten steht fast immer Angst vor Verlust. Der Hund rechnet damit, dass ihm etwas Wichtiges weggenommen wird, und versucht, dies zu verhindern. Ziel eines sinnvollen Trainings kann daher nicht sein, das Verteidigungsverhalten zu „unterdrücken“, sondern dem Hund Sicherheit zu vermitteln. Er soll lernen, dass die Annäherung des Menschen keinen Verlust bedeutet, sondern im besten Fall sogar einen Gewinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prävention spielt eine entscheidende Rolle. Schon im Welpenalter kann man durch einen respektvollen Umgang viel erreichen. Dazu gehört, den Hund beim Fressen nicht grundlos zu stören und ihm beizubringen, dass menschliche Nähe positive Konsequenzen hat, etwa durch das zusätzliche Hinzufügen besonders schmackhafter Futterbestandteile. Auch Tauschgeschäfte sind ein wichtiges Instrument: Der Hund gibt freiwillig einen Gegenstand ab und erhält im Gegenzug etwas Gleichwertiges oder Besseres. So entsteht Vertrauen statt Verteidigungsdruck.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hilfe! Mein Hund verteidigt Ressourcen!</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Ressourcenverteidigung bereits ausgeprägt, sollte das Training strukturiert und kleinschrittig erfolgen. Zwang, körperliche Strafen oder das absichtliche Provozieren des Hundes verschärfen das Problem meist erheblich. Stattdessen arbeitet man mit Distanz, klaren Abläufen und positiver Verstärkung. In vielen Fällen ist es sinnvoll, einen qualifizierten Hundetrainer oder eine verhaltenstherapeutisch arbeitende Fachperson hinzuzuziehen, insbesondere wenn der Hund bereits aggressives Verhalten gezeigt hat. Sicherheit für alle Beteiligten hat immer oberste Priorität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ressourcenverteidigung ist kein Zeichen eines „schlechten“ Hundes, sondern Ausdruck eines inneren Konflikts. Wer bereit ist, das Verhalten aus der Perspektive des Hundes zu betrachten, kann viel Druck aus der Situation nehmen. Mit Geduld, Fachwissen und einem respektvollen Umgang lassen sich in den meisten Fällen deutliche Verbesserungen erzielen. Am Ende steht idealerweise ein Hund, der seinem Menschen vertraut – und ein Mensch, der die Bedürfnisse und Grenzen seines Hundes ernst nimmt.</p>
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		<title>Rezension &#8211; &#8222;Black Dog&#8220;</title>
		<link>https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/rezension-black-dog/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2025 12:53:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hundesenior]]></category>
		<category><![CDATA[Junghund]]></category>
		<category><![CDATA[Welpe]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeerziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch "Black Dog" behandelt diverse psychische Erkrankungen von Hunden. Behandelt werden dabei Themen wie Esstörungen, Angststörungen, Generalisierte Angststörung, Zwangsstörungen, ADHS, PTBS, Asperger, Autismus, Depressionen und Trauer. Als definitorische Grundlage für die psychischen Erkrankungen wird das ICD-10 (International Statistical Classification of Dideases and Related Health Problems) und das DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) verwendet. Insgesamt ist dieser Bereich noch unerschlossen. Es gibt keine Bücher dazu. Wird "Black Dog" seinem Anspruch gerecht?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<iframe loading="lazy" title="Black Dog: Depressionen und andere psychische Erkrankungen beim Hund" type="text/html" width="1200" height="550" frameborder="0" allowfullscreen style="max-width:100%" src="https://lesen.amazon.de/kp/card?preview=inline&#038;linkCode=kpd&#038;ref_=k4w_oembed_1UfPXIWt6th9uy&#038;asin=3954643111&#038;tag=kpembed-20"></iframe>
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</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autorin:</strong> Dr. Sandra Foltin<br><strong>Qualifikationen:</strong> </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dr. rer. nat. Biologie, Universität Essen</li>



<li>Attorney-at-law, Jurisdoctor, Universitiy of Baltimore</li>



<li>Bachelor of Art Psychology &amp; German literatur, Towson University</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titel:</strong> Black Dog &#8211; Depressionen und andere psychische Erkrankungen beim Hund</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verlag:</strong> Kynos, 168 Seiten</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikationsdatum:</strong> 29.08.2023</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Inhalt &#8222;Black Dog&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch &#8222;Black Dog&#8220; behandelt diverse psychische Erkrankungen von Hunden. Behandelt werden dabei Themen wie Esstörungen, Angststörungen, Generalisierte Angststörung, Zwangsstörungen, ADHS, PTBS, Asperger (hier aufgezählt, da dies die Autorin als Kapitel nutzt, mir ist bewusst, dass Asperger keine eigenständige Diagnose mehr darstellt und welche historische Problematik dahinter steckt), Autismus, Depressionen und Trauer. Als definitorische Grundlage für die psychischen Erkrankungen wird das ICD-10 (International Statistical Classification of Dideases and Related Health Problems) und das DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) verwendet [S. 14f.]. Als Grundlage werden also die diagnostischen Richtlinien aus der Humanmedizin genutzt, die mittlerweile veraltet sind, da ICD-11 als Grundlage seit 2022 verfügbar ist [1]. Sie geht damit davon aus, dass Menschen und Hunde psychisch so ähnlich sind, dass eine Adaption möglich ist: &#8222;Die Tatasche, dass diese Medikamente [Psychopharmaka] bei Hunden wirken, spricht für gemeinsame biologische Mechanismen der Stimmungsregulation.&#8220; [S. 14].</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehlende Diagnostik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir über die Übertragbarkeit von Humanmedizin auf Hunde reden, müssen wir unbedingt auch über Unterschiede reden. In der Humanmedizin ist es für die Diagnose einer psychischen Erkrankung üblich, eine Person zu konsultieren, die im Idealfall auf die vermutete Erkrankung auch spezialisiert ist. Das sind Menschen, die viele Jahre Grundstudium und Zusatzausbildungen hinter sich haben und die dadurch eine breite Expertise erlangt haben [2]. Solche Experten gibt es für Hunde nicht. Es gibt zwar Verhaltenstierärzt*innen, das sind Tierärtz*innen mit einer Zusatzausbildung im Bereich Hund und Hundeverhalten, die über den Gehirnstoffwechsel und die Bedürfnisse von Hunden Bescheid wissen [3]. Diese sind jedoch in der Dimension nicht annähernd mit Psychotherapeut*innen und Psycholog*innen im Humanbereich vergleichbar. Das bedeutet, dass eine Übertragbarkeit der Humanmedizin auf den Hund zwar mögich ist, dass jedoch in vielen Bereichen Spezialist*innen fehlen, die sich explizit mit psychischen Erkrankungen und deren Übertragbarkeit auf Hunde befassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ohne Fachpersonal, das umfangreich dafür ausgebildet ist, eine Diagnose für Hunde stellen zu können, ist jede durch Laien gestellte Diagnose genau das: Eine durch Laien gestellte Diagnose. Für eine umfangreiche Diagnostik gehört weit mehr dazu, als das Verhalten auf Grundlage eines 168 Seiten Buches einer psychischen Erkrankung zuzuordnen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>gesundheitlicher Checkup</li>



<li>Ausschluss von Schmerzen</li>



<li>Ausschluss von Magen-Darm-Problemen</li>



<li>Ausschluss von Stoffwechselerkrankungen</li>



<li>Ausschluss von Allergien</li>



<li>etc.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_273327808-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-2688" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_273327808-1024x683.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_273327808-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_273327808-768x512.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_273327808-1536x1024.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_273327808-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Gesundheit das Verhalten maßgeblich beeinflusst, ist unumstritten. Wenn unser Hund also unerwünschtes Verhalten zeigt, gilt es zuallererst genau zu schauen, welche körperlichen Faktoren vorhanden sind, die das Vehralten negativ beeinflussen [3]. Erst dann kann von psychischen Faktoren ausgegangen werden, die ich an der Stelle nicht einmal abstreiten möchte. Natürlich können Hunde psychisch belastet sein oder Probleme entwickeln. Es fehlt aber an umfangreicher Diagnostik und Fachliteratur für Hunde. &#8222;Black Dog&#8220; ist dahingehend einzigartig. Es gibt zwar Bücher, die sich auf den Zusammenhang von Gesundheit und Verhalten beziehen (z. B. &#8222;Hundeverhalten unter der Lupe&#8220; von Celina del Amo, &#8222;Schmerzen und Verhalten&#8220; von Dr. med. vet. Patrick Blättler-Monnier und Katrien Lismont, &#8222;Die Psyche der Hunde&#8220; von Robert Mehl). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Buch mit 168 Seiten, das jede psychische Ausprägung auf wenigen Seiten abhandelt, ist trotz umfangreicher Quellenlage ein Anfang in diesem wichtigen Thema, nicht mehr. Denn genau das ist das Problem: Es gibt kaum Fachliteratur in diesem Bereich. Es gibt einige Einzelstudien und Fallbeispiele aber keine Werke, die den aktuellen Forschungsstand zusammenfassen. Dahingehend ist &#8222;Black Dog&#8220; ganz klar Pioniersarbeit. Die Einordnung, dass es in vielen Bereichen noch an weiterführender Forschung und Untersuchungen fehlt und dass es noch viele Unklarheiten und Unsicherheiten gibt, sieht in &#8222;Black Dog&#8220; wie folgt aus:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Erforschung psychischer Beeinträchtigungen bei Tieren steht noch am Anfang. Die Ursache für psychische Erkrankungen zum Menschen gleichzustellen, weil das Verhalten dem vom Menschen ähnlich ist, muss deswegen genau diskutiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[&#8230;] Wir wissen nicht genau, inwieweit Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit bei unseren Hunden verbreitet sind. [&#8230;]&#8220; [S. 8f.]</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Im gleichen Absatz, in dem sie einordnet, dass es nur wenige wissenschaftliche Grundlagen gibt, schreibt sie dann:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Psychische Probleme bei Hunden sind häufig eine Reaktion auf eine Veränderung in ihrem Leben. Manche Hunde sind sehr sensibel und können schon bei scheinbar kleinen Dingen Depressionen oder Ängste entwickeln. [&#8230;]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptauslöser aller psychischen Erkrankungen beim Hund ist jedoch der Mensch: Durch schlechte Zuchthygiene, gewaltbasierte Trainingsmethoden, Welpenvermehrer und den Einsatz diverser Zwangsmittel. Zudem können wir auch die eigenen Befindlichkeiten auf unseren Hund durch Synchronizität oder emotionale Ansteckung übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu einer verantwortungsvollen Hundehaltung gehört demnach, dass wir uns um die eigenen und die psychische Gesundheit unserer Hunde sorgen.&#8220; [S. 9f]</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Einerseits schreibt Foltin, dass es noch keine Grundlage gebe, andererseits stellt sie die Ursache für Psychische Erkrankungen beim Hund direkt als gegeben dar. Da es sich um die Einleitung handelt, wohlgemerkt ohne Quellenangaben. Es ist oft also gar nicht so klar, wie sicher eine Aussage ist oder eben nicht, weil die wissenschaftliche Einordnung nur am Anfang in der Einführung erfolgt und die Bewertung der Quellen komplett ausbleibt. Insgesamt wird der Inhalt aus &#8222;Black Dog&#8220; als Gegeben dargestellt, obwohl viel Material einfach aus dem Humanbereich transferiert wurde und es je nach Themenbereich kaum valide Daten gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stigmatisierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Humanbereich bedarf es in Deutschland einem langwierigen Studium der Psychologie und einer zusätzlichen Ausbildung in einer psychologischen Einrichtung, um psychotherpeutisch mit Menschen zu arbeiten und Diagnosen zu erstellen [2]. Laien diagnostizieren aus gutem Grund keine psychischen Erkrankungen, weil es dabei viel zu beachten gibt und ein Bias, also die eigene Erwartungshaltung, dahingehend schnell im Weg steht. In Deutschland wird seit sehr langer Zeit daran gearbeitet, psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren. Das bedeutet auch, dass versucht wird, Klisches abzubauen und stereotype Vorstellungen zu reduzieren [4]. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Jeder kann Pathologisieren</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Buch, das der breiten Masse zugänglich gemacht wird und Diagnostik für Laien ermöglicht, öffnet die Möglichkeit zur Diagnostik von Hunden durch Laien. Also durch Menschen, die keinerlei Ausbildung im Bereich der Psychologie haben. Eine Aufklärung über die psychischen Befindlichkeiten von Hunden ist absolut wünschenswert und sinnvoll. Dies ginge jedoch auch ohne die Schubladisierung und Pathologisierung von Hunden, die von der vermeindlichen Norm abweichen. Es wäre zum Beispiel relativ einfach möglich, über die Individualität von Hunden darauf einzugehen, dass unterschiedliche Fähigkeiten im Umgang mit Reizen, unterschiedliche Grade der Resilienz, unterschiedliche Konfliktstrategien andere Herangehensweisen brauchen und den Hund auch in seinen Möglichkeiten einschränken können. Leidet der Hund unter seinen psychischen Kapazitäten, kann ein Verhaltenstierarzt hinzugezogen werden, der individuelle Medikation und Therapie bespricht [3]. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Buch, das Halter*innen weiter dahingehend sensibilisiert, dass es sich um Individuen handelt, die unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse mit sich bringen, das wäre ein gutes Buch, das Hunden wirklich helfen würde. Ein Buch jedoch, bei dem bei Menschen hängen bleibt, dass &#8222;Hunde sich durchaus bei ihren Besitzern „anstecken“ können, wenn diese psychische Probleme haben.&#8220;[5], ist ein Buch, das Pathologisierung fördert, Stigmatisierung vorantreibt und Hunden nichts bringt, außer dass ihre Besitzer jetzt nach einer pathologischen Ursache für das Verhalten ihres Hundes suchen und sich womöglich noch selbst dafür verantwortlich machen, dass der Hund Probleme hat.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Defizitäre Darstellung der Psyche</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt stellt das Buch psychische Erkrankungen defizitär dar. Das bedeutet, dass psychische Erkrankungen so beschrieben werden, als stellen sie einen Mangel dar. Unerwünschtes Verhalten (so genannt, weil der Mensch definiert, was problematisch ist) wird in dem Buch als Verhaltensstörung[S. 30] beschrieben. Wer sich also nicht so Verhält, wie es vom Durchschnittshund erwartet wird, ist gestört oder zeigt zumindest ein Problem. Die Worte Verhaltensstörung und Verhaltensproblem problematisieren den Hund. Dabei müssen wir eigentlich immer zuerst berücksichtigen, ob das Problem ein Problem ist, weil der Mensch dies so sieht. Denn für den Hund ist es in erster Linie einfach Verhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann für ihn ein Problem sein, wenn er darunter leidet. Aber diese Abgrenzung ist in dem Buch nicht vorhanden. Es wäre interessant zu wissen, was ist jeweils menschliche Zuschreibung und was ist für den Hund selbst wirklich schlimm. Ist die Abweichung vom gewünschten Durchschnittshund für den Menschen ein Problem oder wirklich für den Hund? Sind andere Formen der Kommunikation, veränderte Impulsivität, gesteigerte Aktivität und gesteigerte Mobilität wirklich ein Problem für den Hund oder sind sie es für den Menschen, der gerne einen entspannten und ruhigen Begleiter neben sich hätte?</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<p class="wp-block-paragraph">Eine deifizitäre Darstellung der psychischen Erkrankungen suggeriert, dass diese Probleme immer schlimm für die Betroffenen und deren Umfeld sind. Ihre Eigenschaften und Bedürfnisse werden abgewertet. Dabei ginge es eigentlich darum, ihre individuellen Bedürfnisse zu sehen und so zu nehmen, wie sie sind und ihnen bei Bedarf zu helfen. Es ist ein großer Unterschied, ob ein Individuum als hat &#8222;anhaltende Defizite in zwei Kernbereichen&#8220; beschrieben wird oder als &#8222;hat in zwei Kernbereichen Bedürfnisse nach XY&#8220;. Defizitäre Darstellung stigmatisiert, wertet ab und hilft den Betroffenen nicht, mehr Verständnis von ihrem Umfeld zu bekommen. Hier einige Beispiele für defizitäre Darstellungen im Buch &#8222;Black Dog&#8220;:</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_504146497-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-2689" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_504146497-1024x683.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_504146497-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_504146497-768x512.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_504146497-1536x1024.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2025/06/AdobeStock_504146497-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>
</div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bei Personen mit Autismus-Spektrum-Störung, deren Hauptsymptom eine gestörte Kommunikation ist, gibt es keine Blinzelsynchronisation mit anderen [55]. Daher tritt die Blinzelsynchronisation potenziell bei zwei Individuen auf, die effektiv kommunizieren können.&#8220; [S. 25]</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Häufig bezeichnet man Autismus bzw. Autismus-Spektrum-Störungen auch als Störungen der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die sich auf die Entwicklung der sozialen Interaktion, der Kommunikation und des Verhaltensrepertoirs auswirken. ASS ist durch anhaltende Defizite in zwei Kernbereichen gekennzeichnet, die bereits in der frühen Entwicklungsphase vorhanden sein müssen: (a) sozio-kommunikative Störungen, d. h. Defizite im kommunikativen Verhalten, beeinträchtiger sozialer Austausch und schlechte interaktionelle und emotionale Synchronität [&#8230;] und (b) eingeschränkte, sich wiederholende Verhaltensmuster, d. h. stereotype motorische Bewegungen, enge, fixiterte Interessen und Beharren auf Gleichförmigkeiten und Routine[355].&#8220; [S. 99]</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Wahrnehmung der Unvorhersehbarkeit macht Hunde mit ASS unfähig zum Meta-Lernen [&#8230;]. Die Befunde, dass Probanden mit ASS gute Leistungen bei visuellen Erkennungs- und Unterscheidungsaufgaben erbringen[337], aber ihre exekutive Aufkermsakeit atyisch ist und sie oft den wichtigsten Punkt verfehlen[338], scheinen ihre Schwierigkeiten beim Meta-Lernen zu unterstützten. Die Besonderheiten im Verhalten sind charaktersiiert durch eingeschränkte, sich wiederholende und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten. Alltägliche Aufgaben werden statt und routiniert ausgeführt.&#8220; [S. 101]</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist bei Hunden auch bekannt als Hyperkinese. ADHS ist durch eine Reihe von Symptomen gekennzeichnet, zu denen Unaufmerksamkeit, erhöhte motorische Aktivität und eine Tendenz zu aggressivem Verhalten oder Impulsivität gehören.[245][246] Die betroffenen Hunde zeigen häufig ein schlecht angepasstes Sozialverhalten.&#8220; [S. 76]</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bei Hunden zeigen sich negative Veränderungen wie erhöhte Ängstlichkeit und Überreaktivität, eine beeinträchtigte Anpassung an Konfliktsituationen sowie kognitive Verhänderungen wie Lerndefizite und eine veringerte Aufmerksamkeitsspanne.&#8220; [S. 113]</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Zentral beeinflusst die Mensch-Hund-Bindung die Anfälligkeit für Depressionen. Verunsicherung, unsicherer Beindungsstukruren und chronische Deprivationserlebenisse (Verlust von Bindungspartnern durch Tod oder Trennung) können Depressionen beim Hund verursachen oder intensivieren.&#8220; [S. 116]</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre ein Leichtes, psychische Erkrankungen als Bedürfnisspektrum wahrzunehmen. Also ganz im Sinne des bedürfnisorientierten Hundetrainings. Stattdessen wird das Verhalten immer wieder problematisiert und als Mangel dargestellt. Als sei es etwas Schlimmes, im Autismus- und / oder ADHS-Spektrum zu liegen. Und ja, das kann für manche Betroffenen tatsächlich schlimm und einschränkend sein und ihr Leben negativ beeinflussen. Insgesamt haben alle Lebewesen unterschiedliche Bedürfnisse, um in ihrem Alltag und in der Gesellschaft zurecht zu kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit ADHS oder Autismus oder psychischen Erkrankungen wie Depressionen haben grundsätzlich dieselben Bedürfnisse wie alle anderen Menschen auch: Sicherheit, Wohlbefinden, Anerkennung, Selbstwirksamkeit, Erfüllung der Grundbedürfnisse, etc. In manchen Bereichen brauchen sie in unserer Gesellschaft, wie sie aktuell ist, Unterstützung, Verständnis, Rücksichtnahme und Hilfestellung. Je nach dem, wer eben vor einem steht. Wie stark sich das Ganze auf den Alltag und das Leben in der Gesellschaft auswirkt ist individuell und für manche Menschen schwieriger und für manche einfacher. Das ist nichts Schlechtes, kein Defizit. Es sind Menschen. Menschen, die am alltäglichen Leben teilnehmen und ein Teil unserer Gesellschaft sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Menschen leiden. Die Welt, so wie sie aktuell ist, zu schnell, zu laut, zu streng für sie. Deswegen sind ihre Bedürfnisse nach Ruhe, reduzierter Reizdichte und fehlenden Hierarchien kein Defizit ihrer Persönlichkeit. Kein Individuum sollte aufgrund seiner Bedürfnisse abgewertet oder stigmatisiert werden. Erst wenn wir die Bedürfnisse anerkennen, können wir darauf eingehen und sie erfüllen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch &#8222;Black Dog&#8220; macht im Bereich der Quellenarbeit vieles richtig. Es gibt wenige bis gar keine Bücher, die so umfassend mit Quellen arbeiten, wie &#8222;Black Dog&#8220;. Und doch gibt es mit dem Buch ein Problem: Es gibt jetzt eine Grundlage für die breite Masse, ihre Hunde zu pathologisieren. Jeder kann jetzt auf Grundlage dieses Buches seinen Hund einordnen und irgendeine Form der psychischen Erkrankung ausmachen, wenn er nur danach sucht. Das ist aus mehreren Perspektiven problematisch.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Eine Pathologisierung ist nicht notwendig. Jeder Hund ist ein Individuum und sollte als solches behandelt werden. Manche Hunde sind reizoffener, manche haben sehr schlimme Erfahrungen gemacht, manche Hunde kommunizieren eskalativer als andere, manche Hunde sind ängstlicher, manche Hunde sind mutiger und manche Hunde sind insgesamt sehr resilient. Den Hund als Individuum zu betrachten, bedeutet, zu sehen, was er braucht. Stellen wir fest, dass ein Hund sehr stark unter seinen Lebensbedingungen leidet, kann ein Verhaltenstierarzt hinzugezogen werden, der sich um eine angemessene medikamentöse Unterstützung des Hundes bemüht. Dafür braucht es keine Pathologisierung. Es genügt, festzustellen, dass der Hund so nicht zurechtkommt und bisherige Ansätze auch keine signifikante Besserung bringen.</li>



<li>Die Pathologisierung schadet! Wir wissen, dass Hunde, die unerwünschtes Verhalten zeigen, sehr oft auch körperliche Erkrankungen aufweisen. Gehen wir davon aus, dass der Hund so ist, weil er eine psychische Erkrankung hat, kann die gründliche Abklärung von körperlichen Leiden verloren gehen, weil wir meinen, die Ursache für das Verhalten bereits zu kennen. Auch bei Menschen ist es so, dass körperliche und psychische Leiden häufig Hand in Hand gehen. Anstatt die Psyche der Hunde zu Pathologisieren, hätte auch darauf aufmerksam gemacht werden können, dass auch Hunde unter unerkrannten Erkrankungen leiden. Und dass dieses Leiden behoben werden muss, um das Wohlbefinden zu steigern.</li>



<li>Die defizitäre Darstellung von psychischen Erkrankungen, fördert die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen beim Menschen. Im Bereich psychische Gesundheit wird viel dafür getan, psychische Erkrankungen eben nicht als Störung zu klassifizieren. Es geht darum, darzulegen, dass es sich um Menschen handelt. Menschen die aktuell oder dauerhaft andere Bedürfnisse haben als der Durchschnittsmensch. Deswegen sind sie weder besser noch schlechter. Eine Deifiztäre Darstellung erhebt den resilienten Durchschnittshund über die anderen Hunde, die diesem Ideal nicht entsprechen können und setzt an einem Umgang mit psychischen Erkrankungen an, der trennend statt verbindend ist.</li>



<li>Manche Quellen werden stark überstrapaziert. Anstatt festzustellen, dass es in diesem Bereich noch viel Forschung bräuchte und es aktuell z. B. für den OffLabelUse von bestimmten Medikamenten noch keine wissenschaftliche Grundlage gibt und daher auch nicht zu empfehlen ist, dies durchzuführen, werden einzelne Fallbeispiele mit wenigen Hunden als Maßstab dafür genutzt, wie mit diesen psychischen Erkrankungen umzugehen ist. Ein Fallbeispiel mit einem Hund bei einem Verhaltenstierarzt, von dem wir wissen, dass er dem aversiven Lager angehört, reicht bei weitem nicht, um Evidenz für eine Therapie zu schaffen [S. 80][6].</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch &#8222;Black Dog&#8220; leistet Pionierarbeit im Bereich der Quellenarbeit. Insgesamt stellt das Buch einen Rundumschlag im Bereich der psychischen Erkrankungen dar. Leider ist die Darstellung dabei Defizitär und es fehlt an Eindordnung der Quellen- und der Studienlage. Die Praxis als Hundetrainerin zeigt, dass es genug Halter*innen gibt, die das Buch als Grundlage verwenden, um ihren Hunde zu pathologisieren und so eine Rechtfertigung für das Verhalten ihres Hundes zu haben. Das kann helfen, um den gesellschaftlichen Druck herauszunehmen. Es kann jedoch auch dazu führen, dass die Entwicklungsmöglichkeiten des eigenen Hundes eingeschränkt werden und nicht weiter an den Themen gearbeitet wird, um dem Hund dort zu helfen, wo er es braucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus meiner Perspektive wäre es sinnvoller gewesen, die einzelnen Themen als eigene Bücher zu behandeln und nicht alles in ein Buch zu packen und auf wenigen Seiten abzuhandeln. So, wie es jetzt erschienen ist, fehlt der Raum für die wissenschaftliche Einordnung der Quellenlage und den umfangreichen Umgang mit individuellen Bedürfnissen des Hundes. Das mag Kritik auf sehr hohem Niveau sein, als Betroffene von psychischen Erkrankungen, war mir vor allem wichtig, auf die defizitäre Darstellung hinzuweisen und aufzuzeigen, es es nicht möglich ist, eine korrekte Pathologisierung auf zehn Seiten pro Thema abzuhandeln. Das Buch stellt einen ersten Impuls dar, der wichtig ist. Wünschenswert wäre jedoch, wenn es dabei die Forschungslücken aufzeigen würde, damit dort gezielt Ressourcen investiert werden können, um den Forschungsstand und das Wissen über die Psyche unserer Hunde zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">[1] <a href="https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/uebersetzung/_node.html">Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte </a>(10.06.2025)</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] <a href="https://www.psychologie-studieren.de/ausbildungen/psychologischer-psychotherapeut/#:~:text=Du%20musst%20einen%20Bachelor%20sowie%20einen%20konsekutiven,im%20Anschluss%20an%20dein%20Studium%20zu%20absolvieren.">Psychologie studieren</a> (10.06.2025)</p>



<p class="wp-block-paragraph">[3]<a href="https://www.tieraerztin-bruchkoebel.de/definition-verhaltenstherapie"> Definition Verhaltenstherapie </a>(10.06.2025)</p>



<p class="wp-block-paragraph">[4] <a href="https://www.seelischegesundheit.net/wissen/stigma/">Aktionsbündnis Seelische Gesundheit </a>(10.06.2025)</p>



<p class="wp-block-paragraph">[5] <a href="https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R32Y5Q59A30OAH/ref=cm_cr_dp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&amp;ASIN=3954643111">Rezension Amazon</a> (24.10.2024)</p>



<p class="wp-block-paragraph">[6] <a href="https://piturru.de/2016/wp-content/uploads/tpk_2014-42-2_21070.pdf#:~:text=Nach%20Dia%20gnose%20einer%20Aufmerksamkeitsdefizit%2D/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung%20(ADHS)%20wurde,Re%20%2D%20sozialisation%20wurde%20dabei%20besonders%20geachtet.">Piturru: Anwendung von Methylphenidat bei Hunden mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivititässtörtun (ADHS)</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/rezension-black-dog/">Rezension &#8211; &#8222;Black Dog&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de">Hundeschule Wickis starke Pfotenteams</a>.</p>
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		<title>So viel Wolf steckt im Hund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Potthoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 12:33:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeerziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hundeschule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So viel Wolf steckt im Hund: Eine Frage, die den Menschen schon ziemlich lange beschäftigt und Basis zahlreicher Mythen und Ideen ist. Neuere Forschungen beleuchten die Ursprünge von Hunden und ihre Verbindung zu Wölfen durch einen gemeinsamen Vorfahren. Doch welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Hunden und Wölfen sind wirklich bekannt und wie beeinflusst dieses Wissen das Training und das Zusammenleben von Menschen und Hunden?</p>
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<p class="wp-block-paragraph">So viel Wolf steckt im Hund: Eine Frage, die den Menschen schon ziemlich lange beschäftigt und Basis zahlreicher Mythen und Ideen ist. Neuere Forschungen beleuchten die Ursprünge von Hunden und ihre Verbindung zu Wölfen durch einen gemeinsamen Vorfahren. In der Welt des Hundetrainings tauchen immer wieder Diskussionen auf, ob das Wissen über Wölfe relevant für unseren Umgang mit den Hunden sei. Doch welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Hunden und Wölfen sind wirklich bekannt und wie beeinflusst dieses Wissen das Training und das Zusammenleben von Menschen und Hunden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Vergleich von Wölfen und Hunden gibt es mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Dazu muss hervorgehoben werden, dass zwischen verschiedenen Lebensarten von Hunden unterschieden wird, also ob sie freilebend sind oder beim Menschen leben. Die Mehrheit der Untersuchungen, die Wölfe und Hunde vergleichen, bezieht sich aktuell primär auf freilebende Hunde. Alle festgestellten Unterschiede sind das Ergebnis genetischer Entwicklungen und aktueller Lebensumstände, denen die Tiere ausgesetzt sind. Das bedeutet, dass die spezifischen Umstände der beobachteten Hunde und Wölfe – einschließlich ihres Alters, Geschlechts und individuellen Erfahrungen – stets in Betracht gezogen werden sollten, wenn die Ergebnisse interpretiert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sozialverhalten </h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Studien haben gezeigt, dass Hunde in Anwesenheit von Menschen ein deutlich höheres Wohlbefinden aufweisen. Im Gegensatz dazu müssen Wölfe von Geburt an sehr spezifisch an den Menschen gewöhnt werden, um eine gewisse Akzeptanz zu entwickeln. Folgende Unterschiede konnten bisher festgestellt werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vertrauensbildung</strong>: Bei Wölfen ist der Aufbau vertrauensvoller Bindungen auf bestimmte Personen beschränkt, im Gegensatz zu Hunden, die sich schneller an fremde Menschen gewöhnen können.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Aggressionsverhalten gegenüber Menschen</strong>: Nicht sozialisierte erwachsene Wölfe zeigen tendenziell Angst oder Aggression gegenüber Menschen. Dies ist für sie von Vorteil, da sie beinahe vom Menschen ausgerottet wurden. Freilebende Hunde verteidigen zwar ihren Lebensraum, jedoch mit deutlich geringerer Intensität als Wölfe.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Bindungsverhalten</strong>: Vergleichsstudien zwischen Hunden und Wölfen zeigen, dass beide Arten in der Lage sind, enge Bindungen zu Menschen zu entwickeln. </li>
</ul>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
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<ul class="wp-block-list">
<li>Kleine Unterschiede bestehen, wie etwa das unterschiedliche Begrüßungsverhalten und die Tendenz von Hunden, eher Kontakt zu Menschen zu suchen, auch wenn sie dabei Stresssignale zeigen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig zu betonen, dass die Schlussfolgerungen von den jeweiligen Umständen abhängen und die Unterschiede manchmal geringer und manchmal stärker ausgeprägt sind [1].</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Anatomische Unterschiede</h2>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_129818440-1024x683.jpeg" alt="So viel Wolf steckt im Hund" class="wp-image-1721" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_129818440-1024x683.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_129818440-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_129818440-768x512.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_129818440-1536x1024.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_129818440-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Canis lupus (Wolf) und der Canis familiaris (Hund) weisen deutlich unterscheidbare anatomische Merkmale auf. Wölfe, als insgesamt eher große Carnivoren, können in ihrer Größe variieren, wobei beispielsweise arabische Wölfe deutlich kleiner sind als Mackenzie Wölfe. Mit ihren langen Beinen und großen Pfoten können sich Wölfe unabhängig von Jahreszeit und Wetter schnell fortbewegen. Ihr Fell ist an diverse Wetterbedingungen angepasst. In der Wildnis leben Wölfe etwa fünf bis acht Jahre, wobei sie ab dem zweiten Lebensjahr mit der Fortpflanzung beginnen und die weiblichen Tiere etwa einmal im Jahr fünf bis sechs Welpen werfen. Ihr Geruchssinn und ihre gute Sehkraft sind unglaublich gut ausgeprägt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jagdverhalten</h2>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50.01%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_338453962-1024x684.jpeg" alt="So viel Wolf steckt im Hund" class="wp-image-1716" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_338453962-1024x684.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_338453962-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_338453962-768x513.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_338453962-1536x1025.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_338453962-2048x1367.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:49.99%">
<p class="wp-block-paragraph">Hunde leben im Wirkungsbereich des Menschen, entweder in Kooperation als Familien- oder Arbeitshunde oder freilebend als Müllverwerter. Sie sind tendenziell eher Einzelgänger und leben in losen Gruppen. Wölfe hingegen leben im Familienverband, da sie die Stärke der Gruppe für die gemeinsame Jagd brauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wölfe jagen in Gruppen. Die Gruppengröße beeinflusst den Jagderfolg und die Verteidigung des Reviers. Erfolgsquoten bei der Jagd liegen zwischen 10-50%. Die Nahrungsbeschaffung ist in der Wildnis nur bedingt planbar, aber bei Erfolg meistens von hoher Qualität. Junge Wölfe sind auf die Nahrungsbeschaffung durch andere angewiesen.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<p class="wp-block-paragraph">Hunde haben oft zuverlässigen Zugang zu Nahrungsressourcen und neigen dazu, alleine zu jagen. Freilebende Hunde orientieren sich stark an der menschlich dominierten Umwelt und ernähren sich von Nahrungsabfällen. Die großen Unterschiede in der Nahrungsbeschaffung könnten die Unterschiede in Ausdauer, Risikobereitschaft und Kooperationsbereitschaft zwischen Hunden und Wölfen erklären [1].</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_21443274-1024x680.jpeg" alt="" class="wp-image-1717" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_21443274-1024x680.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_21443274-300x199.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_21443274-768x510.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_21443274-1536x1020.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_21443274-2048x1360.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Sozialstruktur</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wölfe leben in stabilen Familienverbänden, geleitet von einem Elternpaar, das sich einmal jährlich im späten Winter paart. Der Nachwuchs trennt sich normalerweise im Alter zwischen 1-3 Jahren von der Familie. Dabeben konnten auch weitere Kombinationen beobachtet werden, wie beispielsweise die Aufnahme von Geschwistern des Elternpaars. Einige Wolfsfamilien nehmen auch nicht verwandte Tiere auf, dies tritt aber eher selten auf. Die durchschnittliche Rudelgröße besteht aus 6-8 Individuen, und alle Mitglieder beteiligen sich normalerweise an der Aufzucht des Nachwuchses, indem sie Höhlen graben, sich auf Nahrungssuche für die Mutter begeben, sowie die Jungen verteidigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu variieren die Ergebnisse bezüglich freilebender Hunde. Einige Studien deuten auf die Bildung stabiler sozialer Gruppen hin, während andere darauf hinweisen, dass Hunde oft allein oder in fluktuierenden Gruppen leben. Diese Unterschiede könnten von der Verfügbarkeit von Ressourcen und dem menschlichen Einfluss abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versorgung des Nachwuchses bei freilebenden Hunden zeigt ebenfalls Variationen. Manchmal kümmern sich Mütter allein um ihre Welpen, während in anderen Fällen auch weitere Gruppenmitglieder involviert sind. Im Gegensatz zu Wölfen ist die Beteiligung von Rüden an der Kinderpflege bei Hunden oft von spezifischen Faktoren abhängig und eher selten [1].</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wölfe und Hundetraining &#8211; passt das zusammen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wissen über Wölfe ist nicht zwangsläufig entscheidend für das Hundetraining &#8211; aus mehreren Gründen. Erstens haben sich Hunde über viele Generationen hinweg durch gezielte Zucht und Domestizierung zu einer einzigartigen Spezies entwickelt. Ihre Anpassung an das Leben mit Menschen hat dazu geführt, dass sie in vielen Aspekten von Wölfen abweichen, sei es in Bezug auf ihre sozialen Strukturen, Verhaltensweisen oder Bedürfnisse.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_321676318-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-1725" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_321676318-1024x684.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_321676318-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_321676318-768x513.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_321676318-1536x1025.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/AdobeStock_321676318-2048x1367.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<p class="wp-block-paragraph">Zweitens basiert das moderne Hundetraining auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen über <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/erwachsener-hund/so-lernen-hunde/">Lerntheorien und Verhaltenswissenschaften</a>. Diese Fortschritte ermöglichen es uns, effektive Trainingsmethoden zu entwickeln, die auf positiver Verstärkung und der Berückksichtgung der Bedürfnisse unserer Hunde beruhen, anstatt auf veralteten Konzepten wie Dominanz und Rangordnung. Das Verständnis der <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/was-hunde-brauchen/">individuellen Bedürfnisse </a>und Persönlichkeiten von Hunden steht dabei im Vordergrund.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens neigen Theorien, die sich auf das Verhalten von Wölfen stützen oft dazu, den Mythos einer &#8222;Rudelhierarchie&#8220; zu fördern, in der der Mensch die Rolle des &#8222;dominanten Alphas&#8220; einnehmen sollte. Diese Vorstellung ist aber problematisch und lange überholt, da sie oft zu missverstandenem Hundetraining führt, das auf Bestrafung und Einschüchterung basiert, anstatt auf einem positiven, respektvollen Umgang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fokus des modernen Hundetrainings steht vielmehr die individuelle  Beziehung zwischen Mensch und Hund, bei der Vertrauen, Kommunikation und positive Interaktionen im Vordergrund stehen. Das Verhalten von Wölfen kann daher als interessantes wissenschaftliches Studienfeld betrachtet werden, ist jedoch nicht wirklich notwendig, um effektives  Hundetraining zu gestalten und eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Hund zu fördern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Quellen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">[1] <a href="https://books.google.de/books?hl=de&amp;lr=&amp;id=W6mAEAAAQBAJ&amp;oi=fnd&amp;pg=PR9&amp;dq=Range,+F.,+%26+Marshall-Pescini,+S.+(2022).+Wolves+and+Dogs:+Between+Myth+and+Science.+Springer+Nature.&amp;ots=Yzt0apfJpH&amp;sig=yaliDTXCnjTqxffQM2oFDxWw7iY#v=onepage&amp;q=Range%2C%20F.%2C%20%26%20Marshall-Pescini%2C%20S.%20(2022).%20Wolves%20and%20Dogs%3A%20Between%20Myth%20and%20Science.%20Springer%20Nature.&amp;f=false">Range, F., &amp; Marshall-Pescini, S. (2022). <em>Wolves and Dogs: Between Myth and Science</em>. Springer Nature.</a><br>[2] <a href="https://www.pnas.org/doi/abs/10.1073/pnas.1820653116">Kaminski, J., Waller, B. M., Diogo, R., Hartstone-Rose, A., &amp; Burrows, A. M. (2019). Evolution of facial muscle anatomy in dogs. <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em>, <em>116</em>(29), 14677-14681.</a><br>[3] <a href="https://academic.oup.com/evolut/advance-article-abstract/doi/10.1093/evolut/qpad063/7127839?login=false">Garamszegi, L. Z., Kubinyi, E., Czeibert, K., Nagy, G., Csörgő, T., &amp; Kolm, N. (2023). Evolution of relative brain size in dogs—no effects of selection for breed function, litter size, or longevity. <em>Evolution</em>, <em>77</em>(7), 1591-1606.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Buchempfehlungen</h3>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://www.amazon.de/Hund-Geschichte-Biologie-Rassen/dp/3258080453/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%25C3%2585M%25C3%2585%25C5%25BD%25C3%2595%25C3%2591&amp;crid=F4LIWAWN6ZFX&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.v5JRme95hrJOEIMIPD3jSG4J5JPfuPF4ngz5t1K1m2NxzMxVmsXAaf1xKmAJsX_zp1KBgZARsri-Zlk4n2e0rs6fAoeKKZKdRMq8obz1XwrRq7O6kPtGKKpOYzFn5zo3w_BQbrePK8yWbutcdVI3IdfWG-CXJqnh3T_twrhTApey3_Wqy7bG4oNkgBkrWYECenhLfP_s4TflM8uqfm_mhNXWz2ajwOsnOI2-z_guYrs.0Hf3_h0eAA8lRPS9Yx_f8eQh_CiY4_qg_2mIcaNrwb8&amp;dib_tag=se&amp;keywords=miklosi&amp;qid=1709209473&amp;sprefix=miklos%252Caps%252C341&amp;sr=8-1&amp;_encoding=UTF8&amp;tag=wickisstarkep-21&amp;linkCode=ur2&amp;linkId=54bba232c44ec4bd9fc5a579823a6f1c&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Hund</a>*</h5>



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<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://www.amazon.de/Dog-Behaviour-Evolution-Cognition-English-ebook/dp/B00S68T9WI/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%25C3%2585M%25C3%2585%25C5%25BD%25C3%2595%25C3%2591&amp;crid=F4LIWAWN6ZFX&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.v5JRme95hrJOEIMIPD3jSG4J5JPfuPF4ngz5t1K1m2NxzMxVmsXAaf1xKmAJsX_zp1KBgZARsri-Zlk4n2e0rs6fAoeKKZKdRMq8obz1XwrRq7O6kPtGKKpOYzFn5zo3w_BQbrePK8yWbutcdVI3IdfWG-CXJqnh3T_twrhTApey3_Wqy7bG4oNkgBkrWYECenhLfP_s4TflM8uqfm_mhMSEl8Ay_jj95XFyE2GeJTcJlHsp-XKre7Lk4zxlSg-fXZc0Hfw35E-x7_e6uuPfQMaMePTvVA3bQu5wYEkgSmw.Y9Kw8l41ApVtVxfLRtUydeJhSQRoqM3XZoQ-_10QlZY&amp;dib_tag=se&amp;keywords=miklosi&amp;qid=1709209626&amp;sprefix=miklos%252Caps%252C341&amp;sr=8-2&amp;_encoding=UTF8&amp;tag=wickisstarkep-21&amp;linkCode=ur2&amp;linkId=06c52ce67e0207826c12aca31d3f7b62&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hundeverhalten</a>*</h5>



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<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://www.amazon.de/Die-Ethologie-Hunde-Wissenschaftliche-Grundlagen/dp/3954641631/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%25C3%2585M%25C3%2585%25C5%25BD%25C3%2595%25C3%2591&amp;crid=1OGZ5OJ9WWYW0&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9._flRbReVahnaesFhNtwXobS7FBxMT5gfJBXtI76cyw-5qQppmBhUyS11tztZJdbOFvblemTINo82Y_I7yX2Ko56NB9SMVdoXIeqJ-6WiqzSd-XFqmfu2y79SF4v54s64O0jVfR0uJDxbjzpiqwxZXTVkjuCd-OFL14ooO5hChvFaSfjQGLkS3Cxtr2MFiIfFwBo0RQp9PVXdMp5Fo6q1xuDpIf3PA1iexffUkaybYg8.LOZMSq3s7UaJhTh4bQauvnY42D33BD7udkSB6mnIsrU&amp;dib_tag=se&amp;keywords=ethologie+hund&amp;qid=1709209841&amp;sprefix=ethologie+h%252Caps%252C317&amp;sr=8-1&amp;_encoding=UTF8&amp;tag=wickisstarkep-21&amp;linkCode=ur2&amp;linkId=004debd39feccac6326050fdf7bf948d&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Ethologie der Hunde</a>*</h5>



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<p>Der Beitrag <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/so-viel-wolf-steckt-im-hund/">So viel Wolf steckt im Hund</a> erschien zuerst auf <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de">Hundeschule Wickis starke Pfotenteams</a>.</p>
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		<title>Ein Hundeleben lang</title>
		<link>https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/ein-hundeleben-lang/</link>
					<comments>https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/ein-hundeleben-lang/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2023 11:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hundesenior]]></category>
		<category><![CDATA[Junghund]]></category>
		<category><![CDATA[Welpe]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeerziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeleben]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeschule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://wickis-starke-pfotenteams.de/?p=223</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hunde begleiten den Menschen schon seit Jahrtausenden. Ihre Funktionen waren bis vor Kurzem vor allem Bewachen, Jagen und Müll fressen. Die meisten Hunde sind auf einen Teil davon spezialisiert und können einige dieser Aufgabe richtig richtig gut. Ich möchte dir einen Einblick geben, worauf du achten kannst und welche Vor- und Nachteile es gibt, einen Welpen, einen Junghund oder einen erwachsenen Hund zu adoptieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/ein-hundeleben-lang/">Ein Hundeleben lang</a> erschien zuerst auf <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de">Hundeschule Wickis starke Pfotenteams</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht überlegst du, einen Hund bei dir aufzunehmen und bist gerade dabei, dich zu informieren. Aktuell passen die Umstände gut, du hast Zeit und Lust. Einen Hund zu adoptieren, bedeutet aber, ihn für das gesamte Hundeleben lang zu adoptieren. Ich gebe dir einen kurzen Einblick, wie sich Hunde entwickeln und was dich in welcher Entwicklungsphase erwarten kann. Damit du besser einschätzen kannst, ob ein Hund tatsächlich in euer Leben passt. Und wenn ja, was dich dabei erwartet. Denn einen Hund zu adoptieren, bedeutet ein Hundeleben zu adoptieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hunde begleiten den Menschen schon seit Jahrtausenden. Ihre Funktionen waren bis vor Kurzem vor allem Bewachen, Jagen und Müll fressen. Die meisten Hunde sind auf einen Teil davon spezialisiert und können einige dieser Aufgabe richtig richtig gut. So sind Malinois zum Beispiel darauf selektioniert worden, dass sie in Konflikten die Strategie Kampf wählen und nicht fliehen. Malinois werden im Schutz- und Polizeidienst eingesetzt und ein fliehender Hund wäre da nicht erwünscht. Kangals sind darauf spezialisiert, zu bewachen und Eindringlinge lautstark zu vertreiben. Heute erwarten wir von diesen Hunden, dass sie in einem Haushalt mit Kindern still und einfach so nebenher leben und ihre Fähigkeiten unterdrücken. Eine sehr unfaire Einstellung. Daher solltest du dich vor der Anschaffung eines Hundes gut über dessen Fähigkeiten und Spezialisierungen informieren. Damit das gesamte Hundeleben in deinem Leben platz hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Welpe zieht ein</h2>



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<p class="wp-block-paragraph">Welpen sind Hundebabys, aber keine unbeschriebenen Blätter. Bereits in der Kinderstube passiert enorm viel, was Charakter und Wesen des Hundes bestimmt. Ein Hund ist ein Welpe, bis der Zahnwechsel einsetzt. Das ist in der Regel zwischen dem 4. und dem 6. Lebensmonat. Ein Welpe vom Züchter zieht bei dir mit ca. 8-12 Wochen ein. Ein Welpe aus dem Tierschutz zieht im Alter von vier Monaten ein. Du merkst vielleicht schon, dass das einige Wochen Unterschied sind. Diese wenigen Wochen machen allerdings für die Entwicklung des Hundes sehr viel aus. Bis zum vierten Lebensmonat lernen Hunde sehr schnell, vor allem soziale Regeln und soziales Beisammensein. Ein Hund aus dem Tierschutz kann es demnach schwerer haben, sich ins soziale Gefüge einzufügen als ein Welpe vom Züchter. Das heißt nicht, dass es schlecht ist, Tierschutzwelpen zu adoptieren. Man muss einfach wissen, dass es diesen Unterschied gibt. Denn ansonsten laufen wir schnell in die Falle und vergleichen unseren Tierschutzwelpen mit einem Welpen vom Züchter. </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das sind komplett unterschiedliche Voraussetzungen und daher von ihren Leistungen her nicht vergleichbar!</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Normales Verhalten von Welpen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Egal ob Tierschutzwelpe oder Welpe vom Züchter, bis zu einem Alter von ca. einem Jahr nehmen Hunde gerne alles in den Mund und knabbern auch mal Dinge an. Das ist vollkommen normales Verhalten und dient der Erkundung und dem Lernen. Wenn du also nicht möchtest, dass gewisse Dinge angeknabbert werden, solltest du diese wegräumen oder den Raum durch Welpen- oder Türgitter aufteilen. Besonders wenn der Zahnwechsel eintritt, ist das Kaubedürfnis sehr hoch. Da können schon Schuhe oder Stühle zum Opfer fallen. Wenn du damit nicht umgehen kannst, solltest du dir keinen Welpen holen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Egal ob Tierschutzwelpe oder Welpe vom Züchter, beide sind beim Einzug nicht stubenrein. Welpen vom Züchter sind noch gar nicht in der Lage, ihre Lösebedürfnisse aktiv zurückzuhalten. Daher musst du die ersten Wochen oder sogar Monate etwas fleißig sein und alle 1,5 bis 2h, nach jedem Spiel, nach jedem Fressen und nach jedem Schlafen mit deinem Hund auf die Pipiwiese gehen. Unfälle in der Wohnung solltest du einfach komentarlos entfernen. Dein Hund macht das nicht absichtlich und auch nicht aus trotz, er kann es einfach noch nicht anders. Wenn du nicht damit umgehen kannst, dass dein Hund nicht stubenrein ist, solltest du dir keinen Welpen holen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Hundeleben lang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Welpen sind supersüß und wir lieben diese kleinen Flauschkugeln einfach. Beachte allerdings unbedingt, dass dein Welpe auch groß wird und dann eine bestimmte Masse hat. Auch ein 15kg Hund kann dich von den Beinen reißen, wenn er plötzlich in die Leine rennt. Wähle unbedingt einen Hund, der in deine Lebensrealität passt. Wenn du z. B. große Hunde wie Berner Sennen Hunde magst, allerdings im 5. Stock ohne Aufzug lebst, dann ist das keine passende Wahl! Wenn du zierliche 45kg wiegst, solltest du dir keinen Hund holen, der schwerer ist als du. Sei da ehrlich mit dir und wähle einen Welpen nicht nach Aussehen, sondern nach dem, was er wird, wenn er erwachsen ist. Dann habt ihr nicht nur in der Welpenzeit Freude aneinander, sondern auch, wenn der Hund größer und kräftiger wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Junghund zieht ein</h2>



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<h3 class="wp-block-heading">Entwicklung von Junghunden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat wird ein Hund zum Junghund. Das bedeutet, dass er in die Übergangsphase zwischen Baby und erwachsenem Hund wechselt. Er wird zum Teenager. Die Junghundephase beginnt mit dem Zahnwechsel und endet, wenn das Gehirn und der Körper des Hundes ausgereift ist. Dazwischen ist vor allem das Gehirn eine Großbaustelle. Häufig heißt es, dass man mit Junghunden besonders streng sein müsse, weil sie ihre Grenzen testeten. Das ist so jedoch nicht korrekt. Junghunde verhalten sich anders, weil sich ihr Gehirn und ihr Körper verändert, nicht weil sie Grenzen testen. Wie auch für menschliche Teenager ist die Junghundeentwicklung für viele Hunde sehr fordernd und anstrengend. Sie brauchen Unterstützung, keine Korrektur!</p>



<h3 class="wp-block-heading">So lernen Junghunde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als Welpe lernt der Hund stetig dazu. Er macht kontinuierlich Fortschritte. Als Junghund stagniert dieser Fortschritt oder es gibt sogar Rückschritte. Es wirkt, als würde der Hund Signale einfach wieder vergessen. Das hat damit zu tun, dass sein Gehirn komplett umgebaut wird und manche Verknüpfungen wieder gelöscht werden. Das hat dann nichts mit Trotz oder Sturheit zu tun. Das Gehirn wird für den erwachsenen Hund umgebaut, damit es die Bedürfnisse des erwachsenen Hundes erfüllen kann. Da hat der Hund keine Kontrolle darüber. Er ist diesem Umbau einfach ausgesetzt. Daher ist die Junghundephase für Hundehalter*innen oft anspruchsvoll und frustrierend. Der Hund macht weniger Fortschritte, hört nicht mehr so gut, hat plötzlich einen größeren Radius, schnüffelt mehr, beginnt zu jagen und lässt Besuch plötzlich nicht mehr rein. Die meisten Hunde werden in diesem Alter wieder abgegeben. Das Hundeleben passte nicht ins Leben des Menschen. Daher solltest du dir keinen Welpen oder Junghund holen, wenn du nicht bereit bist, dich auf veränderte Bedürfnisse deines Hundes einzustellen! Einen Hund zu adoptieren, bedeutet auch, schwierige Phasen gemeinsam zu meistern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein erwachsener Hund zieht ein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 1,5 bis 3 Jahre (je nach Größe) wird der Hund erwachsen. Das bedeutet, dass das Gehirn ausgewachsen ist, dass die Bedürfnisse des Hundes ausgereift sind und dass der Hund insgesamt in seinem Wesen und Charakter gefestigt ist. Er ist emotional stabiler und kommt besser mit schwierigen Situatione zurecht. Auch ist das Lernen wieder konstant und er lernt immer dazu. Erwachsene Hunde sind daher für Hundeanfänger*innen in der Regel gut geeignet. Im Hundeleben ist die Phase des Erwachsen seins die einfachste und entspannteste. Vorausgesetzt, der Hund wurde nicht wegen Beiß- oder Aggressionsverhalten abgegeben. Allerdings weiß man beim erwachsenen Hund in der Regel, was einen erwartet und wie der Hund drauf ist. Das heißt nicht, dass erwachsene Hunde keine Themen haben. Aber der Mensch muss emotional nicht damit umgehen, dass nach kurzer Zeit das Lernen komplett einbricht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein alter Hund zieht ein</h2>



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<p class="wp-block-paragraph">Wer einen Hund adoptiert, adoptiert ihn auch dann, wenn er alt wird. Ein Hundeleben lang bedeutet, auch das Alter zu begleiten. Alt werden kann bedeuten, dass der Hund langsamer wird, dass er reaktiver wird, weil er Schmerzen kriegt, dass er nicht mehr gut allein bleiben kann, dass er weniger Impulskontrolle hat, dass er sehr viel und tief schläft und dass er weniger gut mit schwierigen Situationen umgehen kann. Es kann sein, dass dein alter Hund sehr viel medizinische Unterstützung braucht, was richtig ins Geld gehen kann. Es kann sein, dass dein Hund nichts mehr hört oder sieht und dass das neue Herausforderungen mit sich bringt, vor allem wenn Kinder im Haushalt leben. Und Schlussendlich muss man sich auch damit auseinandersetzen, dass der Hund irgendwann stirbt. </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Einen Hund zu adoptieren, bedeutet, ihn von Anfang bis Ende zu begleiten, zu unterstützen, zu lehren und zu lieben. Wenn es schwierig wird, solltest du Unterstützung (Hundeschule, Tierarzt, Physio etc.) leisten und umsetzen können. Du solltest die finanziellen Mittel haben, um deinen Hund medizinisch zu versorgen und ihn auszubilden und bedarfsdeckend zu ernähren. Du brauchst eventuell Betreuungspersonen und es kann sein, dass dein Hund (meist aus gesundheitlichen Gründen) Themen entwickelt, die den Alltag deutlich erschweren. Wir wollen alle alles richtig machen am Anfang. Es gibt jedoch keine Garantie, dass das genügt. Da Lernen nicht nur von uns abhängig ist, sondern auch von vielen anderen Faktoren. Hole dir also nur einen Hund, wenn du diese Punkte erfüllen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du jetzt noch Fragen hast, welcher Hund am Besten zu dir passt, vereinbare ein <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/beratung-vor-dem-einzug/">kostenloses Beratungsgespräch</a> mit mir, damit ihr optimal vorbereitet seid auf eurer zukünftiges Familienmitglied.</p>
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