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	<title>Hundetraining Archive - Hundeschule Wickis starke Pfotenteams</title>
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	<description>Hundeschule Engen, Hundetraining Engen, Hundeschule Konstanz, Hundeschule Singen, Hundeschule Schaffhausen, Hundeschule Radolfzell, Hundecoaching, Trainieren statt Dominieren, Gewaltfreies Hundetraining, Positives Hundetraining</description>
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		<title>Der Superrückruf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 11:50:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Superrückruf beim Hund – Warum klassische Konditionierung der Schlüssel zum Erfolg ist Ein zuverlässiger Rückruf kann Leben retten. Ob Wildsichtung, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/der-superrueckruf/">Der Superrückruf</a> erschien zuerst auf <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de">Hundeschule Wickis starke Pfotenteams</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Superrückruf beim Hund – Warum klassische Konditionierung der Schlüssel zum Erfolg ist</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-3072 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-1024x683.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-768x512.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-1536x1024.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_117482899-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein zuverlässiger Rückruf kann Leben retten. Ob Wildsichtung, Straßenverkehr oder eine unerwartete Gefahr: Wenn dein Hund sofort zu dir zurückkommt, gewinnt ihr beide Sicherheit und Freiheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hundehalter trainieren den Rückruf jedoch ausschließlich über Wiederholungen und Belohnungen. Das ist wichtig, greift aber oft zu kurz. Ein wirklich zuverlässiger Superrückruf basiert auf einem psychologischen Lernprinzip, das jeder Hund beherrscht: der klassischen Konditionierung.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist ein Superrückruf?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Superrückruf ist ein besonderes Rückrufsignal, das ausschließlich für Notfallsituationen oder außergewöhnlich schwierige Ablenkungen verwendet wird. Im Gegensatz zum alltäglichen Rückruf (&#8222;Komm&#8220;, &#8222;Hier&#8220; oder einem Pfiff) soll der Superrückruf beim Hund eine besonders starke emotionale Reaktion auslösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel ist nicht, dass der Hund überlegt, ob sich das Zurückkommen lohnt. Das Ziel ist, dass das Signal selbst bereits Freude und Erwartung auslöst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Klassische Konditionierung – Lernen über Gefühle</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Physiologe Iwan Pawlow entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass ein ursprünglich bedeutungsloser Reiz mit einer starken Emotion verknüpft werden kann. Das bekannteste Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Futter löst Speichelfluss aus.</li>



<li>Eine Glocke löst zunächst keine Reaktion aus.</li>



<li>Wird die Glocke immer wieder unmittelbar vor dem Futter präsentiert, entsteht eine Verknüpfung.</li>



<li>Nach einiger Zeit genügt bereits die Glocke, um die Erwartung auf das Futter auszulösen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Genau dieses Prinzip nutzen wir beim Superrückruf.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Warum klassische Konditionierung so wirkungsvoll ist</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="705" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-1024x705.jpeg" alt="" class="wp-image-3073 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-1024x705.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-300x207.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-768x529.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-1536x1058.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_258180661-2048x1411.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Viele Trainingssignale werden operant trainiert. Das bedeutet: Der Hund führt ein Verhalten aus und erhält anschließend eine Belohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Superrückruf möchten wir jedoch mehr erreichen. Wir möchten, dass das Rückrufsignal selbst zu einem positiven emotionalen Auslöser wird. Hört der Hund das Signal, soll sein Gehirn sofort denken:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Jetzt passiert etwas Großartiges!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese emotionale Erwartung entsteht durch klassische Konditionierung.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Der Aufbau eines Superrückrufs</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Ein einzigartiges Signal wählen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nutze ein Signal, das im Alltag niemals vorkommt. Geeignet sind beispielsweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine Hundepfeife,</li>



<li>ein bestimmtes Wort,</li>



<li>ein Doppelpfiff, Pfiff Pfiff Pfiff Pfiff</li>



<li>ein dauerhaft gegebenes Wort: Jajajaja, hopphopphopphopp, gogogogogo</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Signal sollte ausschließlich für den Superrückruf verwendet werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Signal kündigt immer etwas Fantastisches an</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt beginnt die klassische Konditionierung. Du gibst das Signal. Unmittelbar danach erhält dein Hund seine absolute Lieblingsbelohnung. Zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>frisches Fleisch,</li>



<li>Käse,</li>



<li>Leberwurst,</li>



<li>ein besonderes Spielzeug,</li>



<li>ein kurzes Zerrspiel.</li>



<li>ein Katzenschlecki oder Katzenfutter</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Der Hund muss zunächst gar nichts tun. Er muss nicht sitzen. Nicht kommen. Nicht warten. Er hört lediglich das Signal und unmittelbar danach folgt die Belohnung. Genau dadurch entsteht die emotionale Verknüpfung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Viele Wiederholungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wiederhole diese Übung über mehrere Tage hinweg. Idealerweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>min. einmal am Tag</li>



<li>in ruhiger Umgebung</li>



<li>ohne Ablenkung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel lautet: Signal → Freude. Deswegen Wichtig: du übst noch immer nicht das Kommen deines Hundes. Du übst ausschließlich die Verknüpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht: Signal → Verhalten. Das Verhalten &#8222;Kommen&#8220; kommt erst dann hinzu, wenn mit dem Signal eine freudige Erwartung verknüpft ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erst danach kommt das Verhalten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn das Signal eine starke positive Bedeutung erhalten hat, wird der Hund lernen, nach dem Signal aktiv zu dir zu laufen. Jetzt wird aus der klassischen Konditionierung eine Kombination mit operanter Konditionierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ablauf lautet dann: Signal → Hund kommt → Jackpot-Belohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die klassische Konditionierung sorgt für die Emotion. Die operante Konditionierung stabilisiert das Verhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Dieser Schritt wird nur noch alle paar Wochen geübt, nicht ständig. Denn wir wollen nicht, dass die freudige Erwartung zu normal wird. Wir möchten, dass die freudige Erwartung auf das Besondere genauso stark erhalten bleibt, wie zu Beginn des Trainings. Wenn wir jeden Tag Torte bekommen, ist die Torte zwar nach wie vor lecker, sie verliert jedoch an Besonderheit. Die Vorfreude wird kleiner und der Genuss nimmt ab. Der Superrückruf soll besonders bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Typische Fehler beim Superrückruf</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Das Signal zu häufig verwenden</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Superrückruf ist kein Alltagssignal. Je seltener er eingesetzt wird, desto stärker bleibt seine Bedeutung erhalten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schlechte Belohnungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein trockenes Leckerli reicht nicht. Der Superrückruf lebt von einer außergewöhnlichen Belohnung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Signal ankündigen und nicht belohnen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Signal muss sich lohnen. Auch wenn dein Hund direkt neben dir steht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Den Hund anschließend anleinen und den Spaziergang beenden</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hunde lernen: &#8222;Wenn ich komme, ist der Spaß vorbei.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besser: Nach dem Rückruf darf dein Hund häufig wieder weiterlaufen. So bleibt das Signal positiv besetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-3074 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-1024x683.jpeg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-300x200.jpeg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-768x512.jpeg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-1536x1024.jpeg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/AdobeStock_167369498-2048x1365.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Emotionen entstehen schneller als bewusste Entscheidungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb reagieren Hunde auf einen klassisch konditionierten Superrückruf oft deutlich schneller als auf ein gewöhnliches Rückrufsignal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Signal löst nicht nur ein Verhalten aus. Es löst Vorfreude aus. Und genau diese Vorfreude macht den Unterschied. Ein zuverlässiger Superrückruf entsteht nicht durch häufiges Rufen oder lauteres Sprechen. Er entsteht durch eine starke emotionale Verknüpfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die klassische Konditionierung macht aus einem neutralen Signal einen Auslöser für Freude und Erwartung. Erst anschließend wird das eigentliche Rückrufverhalten trainiert und durch Belohnungen gefestigt. Wer beide Lernformen, klassische und operante Konditionierung, geschickt kombiniert, schafft die besten Voraussetzungen für einen Rückruf, auf den man sich auch in schwierigen Situationen verlassen kann.</p>
</div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Hund bellt am Gartenzaun</title>
		<link>https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/hund-bellt-am-gartenzaun/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 18:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hund bellt am Gartenzaun jeden Spaziergänger an, rast bellend am Zaun entlang und lässt sich kaum beruhigen? Mit diesem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="648" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-1024x648.jpg" alt="" class="wp-image-3058 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-1024x648.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-300x190.jpg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-768x486.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-1536x972.jpg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/nadinnandin-dog-5020942-2048x1297.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="isSelectedEnd wp-block-paragraph"><strong><span>Der Hund bellt am Gartenzaun jeden Spaziergänger an, rast bellend am Zaun entlang und lässt sich kaum beruhigen?</span></strong><span> Mit diesem Problem sind viele Hundehalter konfrontiert. Was zunächst harmlos wirkt, kann schnell zu Konflikten mit Nachbarn führen und bedeutet für den Hund oft erheblichen Stress.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span>Die gute Nachricht: Zaunaggression ist kein Zeichen von Dominanz oder Ungehorsam. In den meisten Fällen handelt es sich um ein erlerntes Verhalten, das sich mit dem richtigen Training und einem guten Management nachhaltig verändern lässt.</span></p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Warum bellt mein Hund am Gartenzaun?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hunde kommunizieren über Körpersprache und Lautäußerungen – Bellen gehört ganz selbstverständlich dazu. Befindet sich ein Hund auf seinem Grundstück, übernimmt er häufig die Aufgabe, dieses zu bewachen. Sobald sich Menschen, Hunde oder Fahrräder dem Garten nähern, schlägt er Alarm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem: Die vorbeigehenden Personen verschwinden nach kurzer Zeit wieder. Aus Sicht des Hundes war sein Verhalten erfolgreich:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Ich habe gebellt – und der Eindringling ist weggegangen.“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch wird das Verhalten verstärkt und mit jeder erfolgreichen Wiederholung gefestigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ursachen für Zaunaggression beim Hund</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jeder Hund bellt aus demselben Grund. Oft spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Typische Ursachen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Territorialverhalten</li>



<li>Unsicherheit oder Angst</li>



<li>Frustration durch die Begrenzung des Grundstücks</li>



<li>Hohe Erregungslage</li>



<li>Langeweile oder Unterforderung</li>



<li>Fehlende Anleitung durch den Menschen</li>



<li>Wiederholt erfolgreiches Vertreiben von Passanten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Je häufiger ein Hund unbeaufsichtigt am Gartenzaun bellen kann, desto stärker wird dieses Verhalten zur Gewohnheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Strafen das Problem oft verschlimmern</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hundehalter reagieren mit Schimpfen, Wasserspritzen oder anderen Strafmaßnahmen. Diese können das Bellen zwar kurzfristig unterbrechen, lösen jedoch selten die eigentliche Ursache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im schlimmsten Fall verbindet der Hund vorbeilaufende Menschen oder andere Hunde mit einer unangenehmen Erfahrung. Dadurch steigt seine Anspannung – und die nächste Begegnung löst noch heftigeres Bellen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachhaltiges Training beginnt deshalb nicht beim Unterdrücken des Bellens, sondern beim Verändern der Emotionen und des erlernten Verhaltens.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hund bellt am Gartenzaun – Was hilft wirklich?</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Management: Erfolg verhindern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes erfolgreiche Verbellen festigt das Verhalten. Deshalb ist Management ein wichtiger Bestandteil des Trainings.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich sind beispielsweise:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sichtschutz am Zaun</li>



<li>Hund nicht unbeaufsichtigt im Garten lassen</li>



<li>Aufenthaltszeiten im Garten steuern</li>



<li>Reizintensive Tageszeiten meiden</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Management ist kein Scheitern des Trainings – es verhindert, dass der Hund sein unerwünschtes Verhalten immer wieder üben kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ruhiges Verhalten belohnen</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-1024x683.jpg" alt="Ruhiges Verhalten lohnt sich" class="wp-image-3059 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-1024x683.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-300x200.jpg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-768x512.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-1536x1024.jpg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2026/07/alexas_fotos-dog-6973393-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sieht dein Hund einen Auslöser und bleibt ruhig, solltest du genau diesen Moment belohnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch lernt er:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ruhe lohnt sich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine hochwertige Futterbelohnung oder eine andere für den Hund attraktive Belohnung kann helfen, dieses Verhalten zuverlässig aufzubauen.</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Alternativverhalten trainieren</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-1024x768.jpg" alt="Alternativverhalten" class="wp-image-1546 size-full" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-1024x768.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-300x225.jpg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-768x576.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-1536x1152.jpg 1536w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG-4135-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Anstatt zum Zaun zu sprinten, kann dein Hund lernen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>dich anzuschauen,</li>



<li>auf seine Decke zu gehen,</li>



<li>neben dir stehen zu bleiben,</li>



<li>auf ein Rückrufsignal zu reagieren,</li>



<li>oder sich aktiv an dir zu orientieren.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Je häufiger diese Verhaltensweisen geübt werden, desto eher zeigt dein Hund sie auch im Alltag.</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Die Emotion hinter dem Bellen verändern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Hunde bellen nicht, weil sie „dominant“ sind, sondern weil sie sich aufregen, unsicher fühlen oder frustriert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch gezielte Gegenkonditionierung und Desensibilisierung lernen sie Schritt für Schritt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Menschen oder Hunde am Zaun kündigen etwas Positives an – nicht eine Bedrohung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">So verändert sich langfristig die emotionale Reaktion auf die Auslöser.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Häufige Fehler beim Training</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vermeide diese typischen Stolperfallen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Den Hund unbeaufsichtigt im Garten lassen.</li>



<li>Erst reagieren, wenn das Bellen bereits begonnen hat.</li>



<li>Mit Strafen oder Anschreien arbeiten.</li>



<li>Zu hohe Trainingsanforderungen stellen.</li>



<li>Inkonsequent sein.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Wie lange dauert das Training?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine pauschale Antwort gibt es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hat dein Hund das Verhalten über Monate oder Jahre gezeigt, braucht auch die Veränderung Zeit. Mit konsequentem Training und gutem Management zeigen viele Hunde jedoch bereits nach wenigen Wochen erste Fortschritte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern viele kleine erfolgreiche Wiederholungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dein Hund am Gartenzaun bellt, steckt dahinter meist kein Trotz oder Dominanzverhalten. Häufig handelt es sich um ein erlerntes Verhalten, das durch Territorialverhalten, Unsicherheit oder Frustration aufrechterhalten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit konsequentem Management, positiver Verstärkung und einem strukturierten Training kannst du deinem Hund helfen, gelassener auf vorbeigehende Menschen und Hunde zu reagieren. Das verbessert nicht nur den Alltag, sondern reduziert auch den Stress für deinen Hund und sorgt für ein entspannteres Zusammenleben mit deiner Nachbarschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du Hilfe brauchst, vereinbare jetzt ein <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/erstgespraech/">Kennenlerngespräch</a>.</p>
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		<title>So lernen Hunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2023 12:46:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erwachsener Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hundesenior]]></category>
		<category><![CDATA[Junghund]]></category>
		<category><![CDATA[Welpe]]></category>
		<category><![CDATA[Hundetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[positive Verstärkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wollen wir Hunden etwas beibringen oder ein Verhalten verändern, müssen wir wissen, wie Hunde lernen. Dieser Artikel erklärt dir kurz, was du über das Lernverhalten von Hunden wissen musst und worauf du im Training achten solltest. Das folgende präsentierte Wissen ist keine Erfindung von mir, sondern wurde in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen unabhängig voneinander bestätigt. Es handelt sich um Konsens. Wer behauptet, sein Training funktioniere nicht nach diesen Regeln, hat sich nicht mit der Materie beschäftigt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wollen wir Hunden etwas beibringen oder ein Verhalten verändern, müssen wir wissen, wie Hunde lernen. Dieser Artikel erklärt dir kurz, was du über das Lernverhalten von Hunden wissen musst und worauf du im Training achten solltest. Das folgende präsentierte Wissen ist keine Erfindung von mir, sondern wurde in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen unabhängig voneinander bestätigt. Es handelt sich um Konsens. Wer behauptet, sein Training funktioniere nicht nach diesen Regeln, hat sich nicht mit der Materie beschäftigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Klassische Konditionierung</h3>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-2-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-658" width="448" height="673" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-2-683x1024.jpg 683w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-2-200x300.jpg 200w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-2-768x1152.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-2-1024x1536.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-2-1365x2048.jpg 1365w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-2-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Erinnerst du dich daran, wie der Apfelkuchen aus deiner Kindheit  gerochen hat, der extra gebacken wurde, weil du zu Besuch gekommen bist?  Ja? Dieses Phänomen nennt man in der Fachsprache klassische  Konditionierung. Ein Reiz (Kuchen) wird mit einer Reaktion (wohliges  Gefühl) verknüpft. Allein der Duft genügt aus, um das Gefühl zu  erzeugen. Oder ein Reiz (Besuch bei den Großeltern) wird mit einem  anderen Reiz (Kuchen) verknüpft. Der Besuch bei den Großeltern erzeugt  Vorfreude, bevor wir überhaupt dort angekommen sind, weil wir Kuchen  erwarten. Diese Verknüpfungen passieren unwillkürlich und ständig. Das  bedeutet, dass du nicht steuern kannst, ob eine Verknüpfung entsteht  oder nicht. Du kannst auch nicht steuern, wann eine Verknüpfung  entsteht. Daher heißt es: &#8222;Pawlov sitzt immer auf deiner Schulter.&#8220;  Pawlov ist der Entdecker der klassischen Konditionierung. Der Satz soll  ausdrücken, dass immer und überall Verknüpfungen (sowohl attraktive als  auch aversive) entstehen können. <a href="https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2006-931524">[1]</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt hast du vielleicht schon gehört oder gelesen, dass eine Hundeschule damit wirbt, ohne Konditionierung zu arbeiten. Um es ganz deutlich zu sagen: Es gibt kein Lernen ohne Konditionierung! Ohne Konditionierung zu arbeiten ist eine Marketingstrategie, die darauf abzielt, unwissende Hundehalter*innen zu erreichen. Diese Hundeschulen arbeiten in der Regel mit sehr viel Zwang, Druck und Gewalt. Aber auch das ist Konditionierung. Ob wir wollen oder nicht. Auch wenn behauptet wird, ohne Konditionierung zu arbeiten, sitzt Pawlov immer auf deiner Schulter.</p>
</div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading">So lernen Hunde</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Operante Konditionierung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt lernen Hunde ja nicht nur passiv, sondern auch aktiv. Das geschieht durch Verstärkung und Bestrafung. Wichtig ist, dass Verstärkung und Bestrafung ganz oft aus der Umwelt kommt und nicht durch uns. Die Umwelt kann belohnend oder bestrafend auf den Hund wirken. Wird ein Verhalten z. B. mehr, ist ein Verstärker aktiv. Wird Verhalten weniger, ist eine Strafe aktiv. Jetzt könnten wir daraus schließen, dass wir Verhalten belohnen, das wir mehr möchten und Verhalten bestrafen, das wir nicht möchten. So einfach ist es leider nicht. Denn Verstärkung und Strafe verursachen immer auch Emotionen. Diese Emotionen werden durch die klassische Konditionierung mit der Umwelt und der Situation verknüpft. Denn: Pawlov sitzt immer auf unserer Schulter! <a href="https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2006-931525">[2]</a><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1053810004001187">[3]</a></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wenn Hunde durch Verstärkung oder Bestrafung lernen, nennt man das in  der Fachsprache operante Konditionierung. Dabei gibt es vier Quadranten. Das System funktioniert folgendermaßen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Es gibt eine Situation vor dem Verhalten. Das nennt man in der Fachtsprache Antezedent.</li>



<li>Es gibt das Verhalten, das durch die Situation ausgelöst wird.</li>



<li>Es gibt einen Verstärker oder eine Strafe.</li>



<li>Dies kann wieder als Antezedent für neues Verhalten dienen.</li>



<li>Verhalten, das durch Verstärker oder Strafe ausgelöst wird.</li>



<li>Es gibt einen Verstärker oder eine Strafe.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Positive Verstärkung</strong> beschreibt den für uns wichtigsten Verstärker. Es wird etwas Angenehmes für den Hund hinzugefügt. Dabei wird die Emotion Freude erzeugt. Die Arbeit über positive Verstärkung macht dem Hund also besonders viel Spaß.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Negative Verstärkung</strong> beschreibt einen Verstärker, der nur sehr bedacht eingesetzt werden sollte. Als Verstärker für das Verhalten wird etwas für den Hund Unangenehmes entfernt. Wenn Hunde bellen, ist das in der Regel der Hund, der verschwindet. Der Hund empfindet dabei Erleichterung. Allerdings fühlt er sich davor nicht gut.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="866" height="493" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/grafik.png" alt="" class="wp-image-647" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/grafik.png 866w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/grafik-300x171.png 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/grafik-768x437.png 768w" sizes="auto, (max-width: 866px) 100vw, 866px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Positive Strafe</strong> ist aversiv. Für das Verhalten wird etwas Unangenehmes hinzugefügt. Der Hund empfindet dabei Angst oder sogar Schmerzen. Angst und Schmerz sind keine sonderlich guten Trainingsbegleiter und sollten daher vermieden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Negative Strafe</strong> beschreibt den Entzug von Etwas, das der Hund angenehm findet. Z. B. unsere Aufmerksamkeit durch Ignorieren. Dabei entsteht Frustration oder sogar Traurigkeit. Diese Emotionen können sehr unschöne Nebeneffekte haben und sollten daher nicht unüberlegt erzeugt werden.</p>
</div>
</div>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="The science of emotions: Jaak Panksepp at TEDxRainier" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/65e2qScV_K8?start=305&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Do as I Do</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hunde lernen auch durch Nachahmung. Wer einen Mehrhundehaushalt hat, weiß, dass die Hunde voneinander vor allem Quatsch abgucken. Wir können Do as I Do aber auch fürs Training und den Alltag nutzen. So können unsere Hunde zum Beispiel lernen, dort lang zu gehen, wo wir lang gehen. Oder etwas zu umrunden, das wir vorher umrundet haben. Lernen durch Nachahmung macht Spaß und fördert die Bindung. Daher gibt es einen ganzen Wissenschaftszweig, der sich ausschließlich mit dieser Lernform beschäftigt. <a href="https://royalsocietypublishing.org/doi/full/10.1098/rstb.2009.0060">[4]</a><a href="https://books.google.de/books?hl=en&amp;lr=&amp;id=L3CWBQAAQBAJ&amp;oi=fnd&amp;pg=PP1&amp;dq=info:dEi2p0w_A2IJ:scholar.google.com&amp;ots=ET14ChkEwF&amp;sig=tSAkI9pLe8PNybQQMTbSZA-J814&amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;q&amp;f=false">[5]</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Habituation</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gewöhnung ist das, was wir uns von unseren Hunden am sehnlichsten Wünschen. Wir wünschen uns, dass der problematische Reiz irgendwann an Bedeutung verliert und der Hund ihn nicht mehr als problematisch einstuft. So funktioniert allerdings Gewöhnung nicht. Gewöhnung bedeutet, dass ein neutraler Reiz als bedeutungslos eingestuft wird. Problematische Reize haben bereits eine Sensibilisierung erfahren und der Hund hat bereits gelernt, dass die Reize eine Bedeutung haben. Daher ist die Methode Habituation vor allem bei Welpen sinnvoll. Allerdings kann jeder Reiz, an den sich ein Hund gewöhnt hat, trotzdem irgendwann an Bedeutung gewinnen. Hat der Welpe zum Beispiel Gewitter und Feuerwerk als Bedeutungslos eingestuft, kann es trotzdem jeder Zeit passieren, dass er ein Problem damit entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit Habituation stattfinden kann, muss das Setting stimmen. Im Idealfall beschäftigt sich der Hund in Gegenwart des neutralen Reizes mit Dingen, die ihm Freude bereiten. Der neutrale Reiz rutscht dadurch in den Hintergrund und verliert an Bedeutung. Einen Hund einfach allen möglichen Reizen auszusetzen, stellt keine Gewöhnung dar! Denn Gewöhnung passiert nunmal nicht einfach so. Nur, wenn die Bedingungen stimmen. <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1074742708001792">[6]</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Desensibilisierung und Sensibilisierung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Reiz kann immer an Bedeutung gewinnen oder Bedeutung verlieren. Die Sensibilisierung, also das Gewinnen an Bedeutung, kann jeder Zeit passieren, wenn ein Reiz mit besonderer Intensität auftritt. Dazu kann ein einziges Ereignis genügen. Für die Desensibilisierung braucht es viele viele Wiederholungen und viel Training. Desensibilisierung ist hoch anspurchsvoll in der Umsetzung und braucht daher unbedingt professionelle Anleitung. Der Reiz wird dabei immer so präsentiert, dass der Hund ihn wahrnimmt, dass der Reiz für ihn aber noch bewältigbar ist. So verliert der Reiz nach und nach an Bedeutung. Wird der Reiz jedoch zu stark präsentiert, kann es jeder Zeit wieder zu einer Sensibilisierung kommen. Daher wird Desensibilisierung beim Menschen nur noch selten eingesetzt. <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-54911-7_27">[7]</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie soll mein Hund lernen, dass er es nicht darf?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es funktionieren alle dieser vier Quadranten, WENN sie richtig eingesetzt werden. Was ein Verstärker oder eine Strafe ist, entscheidet der Hund. Wird das Verhalten nicht mehr oder weniger, ist es kein Verstärker und keine Strafe oder es wurde falsch angewendet. Wir neigen dazu, bei unserem Hund das zu sehen, was er falsch macht und was er nicht tun soll. Und wir wollen wissen, wie wir das beenden können. Dazu solltest du allerdings einige wichtige Punkte wissen:</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-1-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-650" srcset="https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-1-1024x680.jpg 1024w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-1-300x199.jpg 300w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-1-768x510.jpg 768w, https://wickis-starke-pfotenteams.de/wp-content/uploads/2023/07/so-lernen-Hunde-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<ol class="wp-block-list">
<li>Wenn du ein Verhalten unterbrichst, hat der Hund das Verhalten trotzdem ausgeführt und gelernt.</li>



<li>Korrektur ist auch Strafe, auch wenn Korrektur netter klingt.</li>



<li>VOR jedem unerwünschten Verhalten passiert ein erwünschtes Verhalten. Verstärke dieses.</li>



<li>Jedes gut aufgebaute, über positive Verstärkung gewonnene Signal, funktioniert als Abbruchsignal.</li>



<li>Angst, Schmerz und Frustration können Nebenwirkungen wie Aggressionsverhalten oder Hyperaktivität bewirken. <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1558787817300357">[8]</a></li>



<li>Positive Verstärkung verbessert das Orientierungsverhalten und die Bindung</li>



<li>Sicherheit und Angst schließen sich gegenseitig aus.</li>
</ol>
</div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit: so lernen Hunde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lernverhalten ist immer eine bunte Mischung. Wir können die klassiche Konditionierung nicht ohne die operante Konditionierung sehen und umgekehrt. In unserem Alltag erlebt unser Hund durch die Umwelt ständig Strafe und Unwohlsein. Wir Menschen sollten für unseren Hund Sicherheit bedeuten. Das tun wir nicht, wenn wir mit Angst und Frustration Dinge beibringen. Jedes Ziel kann durch positive Verstärkung erreicht werden. Hat der Hund ein Problem, braucht er Hilfe. Einfach hoffen, dass das Problem irgendwann an Bedeutung verliert, funktioniert leider nicht. Dafür braucht es einen sehr gut strukturierten Trainingsplan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du möchtest unbedingt lernen, wie du mehr Freude ins Leben deines Hundes bringen kannst? Dann vereinbare jetzt ein <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/erstgespraech/">Erstgespräch</a> mit mir und wir erarbeiten uns gemeinsam dieses wundervolle Ziel.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Quellen</h5>



<p class="wp-block-paragraph">[1] Bodenmann, G. und Schaer, M.: Klassische Konditionierung. 2006.<br>[2] Bodenmann, G. und Schaer, M.: Operante Konditionierung. 2006.<br>[3] Panksepp, Jaak: Affective consciousness: Core emotional feelings in animals and humans. 2005.<br>[4] Huber, Ludwig et al.: The evolution of imitation: what do the capacities of non-human animals tell us about the mechanisms of imitation? 2009.<br>[5] Miklósi, Ádám: Dog behaviour, evolution and cognition. 2015.<br>[6] Rankin, Catharine H. et al.: Habituation revisited: An updated and revised description of the behavioral characteristics of habituation. 2009.<br>[7] Maerker, Andreas und Weike, Almut: Systematische Desensibilisierung. 2018.<br>[8] Ziv, Gal: The effects of using aversive training methods in dogs—A review. 2017.</p>
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