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	Kommentare zu: Rezension &#8211; &#8222;Black Dog&#8220;	</title>
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		<title>
		Von: Samaria Wicki		</title>
		<link>https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/rezension-black-dog/#comment-24</link>

		<dc:creator><![CDATA[Samaria Wicki]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 19:51:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/rezension-black-dog/#comment-23&quot;&gt;F.R.&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass die Rezension trotz der Kritik als wertschätzend wahrgenommen wird. Deine fachliche Ergänzung klingt sehr plausibel und die würde ich so unterschreiben. Das Buch ist einfach nicht ganz korrekt, nicht ganz vollständig, nicht komplett durchdacht, nicht komplett aktuell. Und das wär bei einem so wichtigen Thema wirklich wünschenswert. Es wär ja wirklich komplett okay zu sagen: Den Forschungsstand zu dieser Neurodovergenz beim Hund gibt es einfach noch nicht. Aufzeigen von Forschungslücken wäre ein wichtiger Teil wissenschaftlichen Arbeitens.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/rezension-black-dog/#comment-23">F.R.</a>.</p>
<p>Vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass die Rezension trotz der Kritik als wertschätzend wahrgenommen wird. Deine fachliche Ergänzung klingt sehr plausibel und die würde ich so unterschreiben. Das Buch ist einfach nicht ganz korrekt, nicht ganz vollständig, nicht komplett durchdacht, nicht komplett aktuell. Und das wär bei einem so wichtigen Thema wirklich wünschenswert. Es wär ja wirklich komplett okay zu sagen: Den Forschungsstand zu dieser Neurodovergenz beim Hund gibt es einfach noch nicht. Aufzeigen von Forschungslücken wäre ein wichtiger Teil wissenschaftlichen Arbeitens.</p>
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		<title>
		Von: F.R.		</title>
		<link>https://wickis-starke-pfotenteams.de/hund/rezension-black-dog/#comment-23</link>

		<dc:creator><![CDATA[F.R.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 15:41:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke. 

Das ist eine der sorgfältigsten und thematisch wertschätzendsten Rezesionen, die ich zu diesem Werk bisher finden durfte. 
Ich war ursprünglich sehr angetan (eben der &quot;Pilot&quot; für ein wichtiges und äußerst unterrepräsentiertes Thema in der neuzeitlichen Hundehaltung mit einer Masse an zunächst hochwertig erscheinenden Quellen) und habe es entsprechend interessiert durchgearbeitet - mit dem Bereich &quot;ASS&quot; sowie &quot;PTBS&quot; kenne ich mich tiefergehend aus. Leider sind da schnell erhebliche Mängel aufgefallen: Studien, die zu nicht tragbaren Schlussfolgerungen herangezogen wurden, fehlerhafte Übernahmen (eventuell durch die `Übersetzung oder nicht überprüfte Mängel in der Quelle?) und generell der Fokus auf die eigene Überzeugung stützende Hintergrundinformationen, obwohl anderes Material frei verfügbar wäre. Vieles ist auch fachlich äußerst kritisch (es existieren zb klare Diagnose-Tools für Canine-PTSD, die unabhängig vom MSD-5 in der US Veterinärmedizin etabliert sind, ebenso wie weiterführende Untersuchungen zu den körperlichen Ursachen - keine davon ist mit &quot;aversivem Training&quot; assoziert! - und der fundierten Aussage samt Behandlungsvorschläge, dass diese Erkrankung gut therapierbar sei. Das wird in &quot;Black Dog&quot; völlig negiert!) Dann ist die sogenannte &quot;komplexe PTBS&quot; weder im MSD-5 noch im ICD-10 aufgeführt, sondern erst seit 2022 im ICD-11. Mir sind die fachlichen Vorreiter und Arbeiten darüber gut bekannt und diese Thematik ist noch schwieriger übertragbar, da ganz viele Faktoren davon beim Hund auch in den Bereich epigenetische oder rassespezifische Überanpassung - und dadurch Unflexibilität - fallen können (als Beispiel: Hybriden, &quot;Wildtypen&quot; oder Wildfänge von Paria-Hunden)... das ist dann einfach keine chronifizierte PTBS oder eine traumatisch bedingte Entwicklungsstörung. Ich sehe dieses populistische &quot;Framing&quot; eher kritisch als hilfreich, von der defizitären Haltung und der Vermischung von pathologischen Störungsbildern und überhaupt nicht &quot;krankhaften&quot; Neurodivergenzen mal abgesehen. Nochmal herzliches Dankeschön für die hervorragenden Ausarbeitung in dieser Rezesion! 

Dennoch soll das ja keine destruktive Kritik an dem Buch sein. Eher ein besorgtes Warnen vor zu populistischen Auslegungen, weil die leider tatsächlich von Laien 1:1 so übernommen werden. Und das geht immer zu Lasten des Tieres. 

Viele Grüße &#038; herzliches Danke,
F.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke. </p>
<p>Das ist eine der sorgfältigsten und thematisch wertschätzendsten Rezesionen, die ich zu diesem Werk bisher finden durfte.<br />
Ich war ursprünglich sehr angetan (eben der &#8222;Pilot&#8220; für ein wichtiges und äußerst unterrepräsentiertes Thema in der neuzeitlichen Hundehaltung mit einer Masse an zunächst hochwertig erscheinenden Quellen) und habe es entsprechend interessiert durchgearbeitet &#8211; mit dem Bereich &#8222;ASS&#8220; sowie &#8222;PTBS&#8220; kenne ich mich tiefergehend aus. Leider sind da schnell erhebliche Mängel aufgefallen: Studien, die zu nicht tragbaren Schlussfolgerungen herangezogen wurden, fehlerhafte Übernahmen (eventuell durch die `Übersetzung oder nicht überprüfte Mängel in der Quelle?) und generell der Fokus auf die eigene Überzeugung stützende Hintergrundinformationen, obwohl anderes Material frei verfügbar wäre. Vieles ist auch fachlich äußerst kritisch (es existieren zb klare Diagnose-Tools für Canine-PTSD, die unabhängig vom MSD-5 in der US Veterinärmedizin etabliert sind, ebenso wie weiterführende Untersuchungen zu den körperlichen Ursachen &#8211; keine davon ist mit &#8222;aversivem Training&#8220; assoziert! &#8211; und der fundierten Aussage samt Behandlungsvorschläge, dass diese Erkrankung gut therapierbar sei. Das wird in &#8222;Black Dog&#8220; völlig negiert!) Dann ist die sogenannte &#8222;komplexe PTBS&#8220; weder im MSD-5 noch im ICD-10 aufgeführt, sondern erst seit 2022 im ICD-11. Mir sind die fachlichen Vorreiter und Arbeiten darüber gut bekannt und diese Thematik ist noch schwieriger übertragbar, da ganz viele Faktoren davon beim Hund auch in den Bereich epigenetische oder rassespezifische Überanpassung &#8211; und dadurch Unflexibilität &#8211; fallen können (als Beispiel: Hybriden, &#8222;Wildtypen&#8220; oder Wildfänge von Paria-Hunden)&#8230; das ist dann einfach keine chronifizierte PTBS oder eine traumatisch bedingte Entwicklungsstörung. Ich sehe dieses populistische &#8222;Framing&#8220; eher kritisch als hilfreich, von der defizitären Haltung und der Vermischung von pathologischen Störungsbildern und überhaupt nicht &#8222;krankhaften&#8220; Neurodivergenzen mal abgesehen. Nochmal herzliches Dankeschön für die hervorragenden Ausarbeitung in dieser Rezesion! </p>
<p>Dennoch soll das ja keine destruktive Kritik an dem Buch sein. Eher ein besorgtes Warnen vor zu populistischen Auslegungen, weil die leider tatsächlich von Laien 1:1 so übernommen werden. Und das geht immer zu Lasten des Tieres. </p>
<p>Viele Grüße &amp; herzliches Danke,<br />
F.</p>
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